Daniel Günther
Daniel Günther (CDU) Bild © picture-alliance/dpa

Er ist der Senkrechtstarter der CDU. Im Mai gewann Daniel Günther die Landtagswahl in Schleswig-Holstein. Seitdem führt er eine Jamaika-Koalition. Er schafft damit in Kiel, was in Berlin nicht möglich war.

In "Das Interview" spricht der 44-Jährige über Frust und Enttäuschung – eine Woche nach dem Jamaika-Aus in Berlin. "Jamaika wäre die Chance gewesen, die gesellschaftliche Konflikte der vergangenen Jahre im Guten hätte lösen können", sagt Günther. Das Scheitern der Gespräche hinterlasse bei ihm einen faden Beigeschmack. Gerade die Union habe eine große Verantwortung, dass das Land eine handlungsfähige Regierung bekomme: Jetzt bleibe nur die Große Koalition, so Günther: "aber auch daraus kann man etwas machen." Der Weg in die große Koalition werde von einer breiten Mehrheit in der CDU-Führung geteilt.

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zum Artikel Daniel Günther - Ministerpräsident in Schleswig-Holstein und Mitglied im CDU-Präsidium

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Für die Zukunft seiner Partei hat Günther viele Ideen. So müssten in einer neuen Bundesregierung mehr junge Menschen in Verantwortung kommen. Die Partei müsse mehr neue Gesichter präsentieren. Nach außen müsse auch deutlich gemacht werden, dass es irgendwann eine andere Kanzlerschaft und eine andere Parteivorsitzende geben werde.

Aber das liege noch in weiter Zukunft, sagt Günther. Allerdings: "Die Union ist besser auf diese Zeit vorbereitet als es zu früheren Zeiten unter anderen Parteivorsitzenden der Fall war." Günther fordert von seiner Partei mehr gesellschaftliche Modernität. Gepaart mit einem klaren Profil in der Bildungspolitik und der inneren Sicherheit könne das die Partei voranbringen. So seien für die CDU dauerhaft Ergebnisse um die 40 Prozent möglich.

Sendung: hr-iNFO Das Interview, 27.11.17, 19:35 Uhr

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