FDP-Generalsekretärin Nicola Beer
Nicola Beer, FDP-Generalsekretärin und Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl in Hessen Bild © hr/van Bebber

Sie möchte wieder über Inhalte mit den Menschen ins Gespräch kommen. Vier Jahre außerparlamentarische Arbeit hätten die Partei zurück zu ihren Wurzeln geführt. Im Interview spricht Beer darüber, warum Deutschland mehr Mut braucht, welche Ideen die FDP hat und warum die Wahlbeteiligung steigen wird.

Nicola Beer muss herzlich lachen, als sie die kleine Engelsfigur aus der hr-iNFO-Box herausholt, die jeder Interview-Gast öffnen darf. Auf die Frage von hr-iNFO-Chefredakteurin Katja Marx, was das mit ihr zu tun habe, antwortet Beer: "Ein Engel mit wilder Lockenfrisur, der darauf wartet, für seine nächste Idee zu starten."

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Die Anspielung auf das Foto-Shooting eines Klatschmagazins, in dem Nicola Beer 2015 mit zwei weiteren FDP-Politikerinnen als "Drei Engel für Lindner" posiert hatte, kommt ihr nicht gleich in den Sinn. Doch auch daran erinnert sie sich gern. Hat es die FDP, die zu dem Zeitpunkt bei zwei Prozent dümpelte, doch wieder ins Gespräch gebracht. Und genau darum geht es aus Sicht von Beer: Anlässe zu schaffen, um mit den Menschen wieder über Inhalte ins Gespräch zu kommen.

"Deutschland fehlt es an Innovationskraft"

Im Interview mit hr-iNFO sagt die hessische Spitzenkandidatin der FDP, es fehle Deutschland an Innovationskraft. "Neu denken" ist so ein Slogan, den sie oft benutzt. Etwa bei der Digitalisierung, bei der Deutschland "unfassbar" hinterher hinke. Aus Sicht Beers muss technisch daran gearbeitet werden, dass Bürger auch online wählen können.

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Möglich wäre dies mit einem elektronischen Personalausweis, der eine individuelle Signatur hat. "Das wäre ein riesen Sicherheitsgewinn, auch beim Online-Banking. Andere Länder lachen sich schepp über uns, wie unsicher wir das betreiben mit Tan-Chip-Generatoren", so Beer.

Beer Studio hr-iNFO
Nicola Beer (links) im hr-iNFO-Studio mit Chefredakteurin Katja Marx und Landtags-Korrespondent Christopher Plass Bild © hr

Bei der Mobilität sei die Politik gerade dabei, die gleichen Fehler wie bei der Energiefrage zu wiederholen: "Nämlich einseitig über politische Entscheidungen bestimmte Technologien zu favorisieren, sie über Milliarden von Steuergeldern zu subventionieren, statt von vornherein in Technik und Forschung zu investieren." Dabei fordert Beer, nicht nur auf die großen Player zu setzen.

Mehr Mut in der Politik wünscht sich Nicola Beer auch, wenn es darum geht, unbequeme Wahrheiten auszusprechen. In hr-iNFO fordert sie: "Lasst uns heute, wo es uns gut geht, darüber reden,  wie wir uns auch für übermorgen erfolgreich aufstellen." Dennoch macht sich Beer keine Sorgen um die Wahlbeteiligung, die aus ihrer Sicht wieder steigen wird. Die FDP-Generalsekretärin sieht eine "Re-Politisierung" der Bevölkerung: "Die Menschen merken, wenn ich es selbst nicht mitgestalte, dann werde ich gestaltet."

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Interview-Reihe: "Macher, Menschen, Meinungsführer - Hessische Spitzenpolitiker zur Bundestagswahl"

In "Das Interview" haben wir in dieser Woche von Montag bis Samstag um 19:35 Uhr hessische Spitzenpolitikerinnen und -politiker zu Gast.

Montag: Nicola Beer, FDP
Dienstag: Volker Bouffier, CDU
Mittwoch: Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD
Donnerstag: Janine Wissler, Linke
Freitag: Tarek Al-Wazir, Grüne
Samstag: Mariana Harder, AfD

Die Interviews können Sie im Anschluss hier als Podcast nachhören.

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Sendung: hr-iNFO, 28. August 2017, 19:35 Uhr

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