Stephan Rammler
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Kommen Fahrverbote für Dieselautos? Laufen Tesla und Google den deutschen Autobauern den Rang ab? Geht es um die Stichworte "Auto" und "Verkehr" werfen derzeit viele den Blick in die Zukunft. Einer, der das als Wissenschaftler professionell tut, ist Professor Stephan Rammler.

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Fr., 8.9., 19.30 Uhr
Sa., 9.9. 10 & 18.30 Uhr
So., 10.9., 14 Uhr

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Stephan Rammler ist niemand, den man so leicht übersieht. Große, schlanke Figur, Typ Läufer. Ein markantes Gesicht mit Drei-Tage-Bart, auf dem Kopf eine Glatze. Einer wie Rammler fällt auf. Und das gilt auch für seine Aussagen in Sachen Mobilität, die sich mitunter wie Kampfansagen an das Auto  anhören. "Das Auto ist ein unvernünftiges Verkehrsmittel", sagt er. Oder – zu lesen in seinem aktuellen Buch "Volk ohne Wagen": "Die automobile Massenkultur gehört abgeschafft."

Nicht nur die Indsutrie muss was ändern

Rammler weiß, dass solche Sätze provozieren. Ein "Autohasser" sei er allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: Er sei in einer Autoregion großgeworden, der Gegend rund um Braunschweig, wo er heute auch als Professor an der Hochschule für bildende Künste forscht. Er wisse, welchen Wohlstand die Autoindustrie in seine Heimat gebracht habe, wie wichtig die Autoindustrie als Jobmotor sei. Aber nicht nur die Automobilindustrie, auch unsere "Mobilität" müsse sich ändern, um zukunftsfähig zu sein. Rammlers Stichworte: E-Mobilität, "integrierte Mobilität", Digitalisierung.

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Der Professor selbst sieht sich dabei durchaus auch als "Vorbild". Deshalb hat er sich zuletzt ein Auto mit E-Motor gekauft. Ein erster Schritt zu einer "nachhaltigen Mobilität". Und für den 49-Jährigen ist "nachhaltige Mobilität" das entscheidende Stichwort.  Wie sieht eine klima- und umweltfreundliche Mobilität aus? Welche Rolle spielt das Auto im Verkehrsmix von morgen? Oder warum ist Teilen künftig wichtiger als Besitzen?

Politik und Autobauer zu zögerlich

Spricht man mit Rammler über die Mobilität von morgen, wird es aber auch schnell international. Es geht um China, das in Sachen E-Mobilität weltweit nach vorne drängt. Es geht aber auch um die großen Player der Digitalisierung in den USA. Google, Tesla, die an Konzepten für das "autonome Fahren", sprich: dem selbstfahrenden Auto, arbeiten.

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Volk ohne Wagen

Stephan Rammlers Buch "Volk ohne Wagen, Streitschrift für eine neue Mobilität" ist bei Fischer erschienen und kostet 10 Euro.

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Die deutsche Politik und die deutschen Autobauer seien dagegen zu zögerlich, zu unentschlossen. Rammler fordert dagegen klare Signale: die stärkere finanzielle Förderung von Elektro-Autos. Fahrverbote für dreckige Diesel. Keine Zulassung mehr für neue Diesel oder Benziner ab 2030. In Deutschland sei mit der Diskussion um Abgasmanipulationen zuletzt was in Gang gekommen. Das müsse man jetzt nutzen.

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Sendung: hr-iNFO, Das Interview, 8.9.2017, 19.30 Uhr

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