Smartphone-Nutzung
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Es ist erst 10 Jahre her, seit die ersten Smartphones in die Läden kamen. Seitdem sind sie aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Doch das ist noch lange kein Grund, die Geräte zu verteufeln, findet unsere Kommentatorin.

Ganz ehrlich: Ich kann das Genöle ums Smartphone nicht mehr hören. Ständig will mir irgendeine Studie weismachen, dass mich mein digitaler Begleiter zu einer Art willenloser Sklavin macht. Dabei wird meiner Meinung nach völlig außer Acht gelassen, dass ich doch selbst steuern kann, wie sehr mich mein Smartphone im Alltag unterstützt – oder beeinträchtigt.

Vielleicht eine Generationenfrage

Es ist vielleicht eine Generationenfrage: Vor allem mein Vater liegt mir oft in den Ohren, wie nervig er es doch findet, dass die jungen Leute nur noch am Handy kleben. Das Paradoxe daran: Wenn ich mit ihm unterwegs bin und schnell die Eintracht-Ergebnisse googlen kann, dann ist mein Smartphone wieder `ne super praktische Sache.

Klar, auch ich merke, dass ich viel am Handy bin. Dass morgens der erste Klick meist auf WhatsApp oder Facebook geht, um zu schauen, wen oder was ich verpasst habe. Dass ich auch nicht selten Zeit verplempere, die mir dann an anderer Stelle fehlt. Und ja, manchmal ärgert mich das auch selbst.

Aber deswegen das Smartphone verteufeln? Das ist Schwachsinn. Denn mein Verhalten könnte ich ja selbst ändern, wenn ich es wollte.

Für mich überwiegen die Vorteile

Ich könnte meine Freunde zum Beispiel öfter anrufen, statt ihnen eine WhatsApp zu schreiben. Tue ich aber nicht, weil ich erstens nicht gerne telefoniere – und zweitens meine Freunde auf der ganzen Welt verstreut leben und mir mein Handy ermöglicht, über alle Zeitzonen und Ozeane hinweg zu kommunizieren.

Für mich überwiegen ganz klar die Vorteile beim Smartphone. Weils einfach praktisch ist. Weil ich gerne meinen kleinen hilfreichen Alleskönner um mich herum habe, der mir die große Welt in meine kleine Handtasche packt.

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