Eine Maske
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Ein Ermittler jagt im Netz einen Kinderschänder, ein DAX-Konzern kämpft gegen digitale Spione, eine kriminelle Hackerin erzählt. Drei Storys, eine Serie: "Cybercrime" - der Podcast von hr-iNFO. Ab 1. Juni.

"Wie dürfen wir Sie nennen?" Mit dieser knappen Frage beginnt der Podcast "Cybercrime". hr-iNFO-Redakteur Henning Steiner richtet sich gleich zu Beginn an eine der Hauptfiguren der Serie. Jener Hackerin, die ab diesem Moment immer wieder als "Anna" auftauchen wird.  Jene "Anna", die von ihrer Arbeit, von ihrem Leben als "Black hat" erzählt, als Hackerin, die mit illegalen Geschäften Geld verdient.

Doch die Täterin ist nur eine Seite von "Cybercrime". In der neunteiligen Podcast-Serie von hr-iNFO spielen Ermittler und Opfer eine ebenso große Rolle. Jahrelang haben die hr-iNFO-Redakteure Henning Steiner und Oliver Günther für dieses Projekt recherchiert. Und das Thema ist aktueller denn je. Wie schnell sehr viele Nutzer auf einen Schlag zu Opfern werden können, zeigt die Attacke mit der Erpressungs-Software "WannaCry", als Hundertausende betroffen waren. Aber noch bedrohlicher, sogar existentiell, kann eine einzelne gezielte Hackerattacke sein – zum Beispiel für ein Unternehmen.

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Genau um einen solchen Angriff geht es im zweiten Fall des Podcast "Cybercrime": eine großangelegten Hackeroffensive gegen ein DAX-Unternehmen. Ein Attacke, die der IT-Notfallmanager Avi Kravitz aus nächster Nähe miterlebt hat. Er schildert die dramatischen Ereignisse, den über Monate dauernden Abwehrkampf aus seiner Sicht.

Aber "Cybercrime" ist nicht nur Hacken, das Operieren mit digitalen Waffen in Leitungen, auf Chips, in Clouds oder auf Servern. "Cybercrime" hat noch viel hässlichere Gesichter. Ein besonders hässliches ist Kinderpornografie. Und einer, der diese Seite nur allzu gut kennt, ist der BKA-Cyberermittler Jens Walser (Name geändert). Walser fahndet im Netz nach Tätern. Und einer seiner jüngsten Fälle steht schließlich als dritter Handlungsstrang im Zentrum des Podcasts. Eine über Monate dauernde Ermittlung, die dem BKA-Mann jede Menge Geduld und Zähigkeit abverlangt hat. Die aber auch einige überraschende Wendungen nimmt.

Alle drei Fälle sind real. Alle drei Handlungsstränge werden über neun Folgen hinweg erzählt. Immer wieder im Wechsel zwischen Täter, Opfer und Ermittler. Und immer wieder zoomt der Podcast nah ran an konkrete Situationen: Es geht um den genauen Blick auf die handelnden Personen, ihre Arbeit, den Umgang mit Überraschungen – guten wie bösen –, aber auch mit handfesten Krisen. Ganz bewusst fängt der Podcast dabei die Dramatik rund um große Hackerattacken und spektakuläre Ermittlungen ein. Die drei zentralen Handlungsstränge werden ergänzt durch Hintergrundinformationen und Einblicke der Autoren in ihre journalistische Arbeit und die Recherchen für das Projekt.  

Das Ziel: einen möglichst realistischen und tiefen Einblick zu geben in das Phänomen "Cybercrime". Ein Phänomen, in dem laut Auskunft des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schon heute mehr Geld umgesetzt wird als im Bereich der Drogenkriminalität.

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Starttermin

Der Podcast "Cybercrime" ist ab 1. Juni 2017 zu hören. Alle neun Episoden werden auf einmal veröffentlicht.

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