Social Media Polizei
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Eine junge Frau aus Wiesbaden hat in einer Facebook-Gruppe ihren Suizid angekündigt. Viele Nutzer versuchten daraufhin, die Polizei zu erreichen. Diese hat schnell reagiert und das Schlimmste verhindert.

Eine junge Frau machte in einer Wiesbadener Facebook-Gruppe auf sich aufmerksam. Sie kündigte den Nutzern an, sich umbringen zu wollen und suchte so jemanden, der sich nach ihrem Tod um ihren Hund kümmern könnte. Daraufhin erreichten die Polizei zahlreiche Anrufe, aber auch Nachrichten über Facebook. Florian Meerheim, Social Media-Beauftragter der Polizei Wiesbaden, war zu diesem Zeitpunkt im Dienst und reagierte sofort. Er nahm daraufhin Kontakt zu Facebook auf, um den Namen der Frau zu ermitteln. Diese war unter einem falschen Namen in dem Online-Portal registriert.

Zugleich suchte ein Streifenwagen nach der Betroffenen, als Anhaltspunkte dienten der Polizei die Angaben, die die Frau bei Facebook gemacht hat. Obwohl die Frau derzeit keinen festen Wohnsitz hat, konnte sie gefunden werden. Jetzt befindet sich die Frau im Krankenhaus und erhält psychologische Betreuung.

Der Notruf ist die beste Lösung

Viele Menschen habe dieser Post sehr bewegt, sagt Florian Meerheim. "Was ich da im Kopf habe: Eine Frau schrieb sogar, dass sie geweint hat. Da hat Wiesbaden sehr zusammen gehalten. Da waren viele Emotionen, viel Mitgefühl drin." Auch hätten viele Nutzer der Frau Hilfe angeboten.

Obwohl in diesem Fall die Zusammenarbeit der Nutzer mit der Polizei über den Kurznachrichtendienst von Facebook gut geklappt hat, sollte in einem solchen Fall erst der Notruf gewählt werden. Denn im Gegensatz zu der der Social Media-Abteilung der Polizei ist diese rund um die Uhr besetzt.

Sendung: hr-iNFO, 10.11.2017, 12.52 Uhr

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