Eine Biologin und eine Biochemikerin wollten wissen, wie sich Bakterien gegen Viren schützen. Bei ihrer Grundlagenforschung entdeckten sie ein Werkzeug, das die Gentechnik innerhalb von fünf Jahren revolutioniert hat: CRISPR/Cas.

Damit lassen sich schnell und gezielt einzelne Gene ausschalten oder verändern. Heute ist die Genschere CRISPR/Cas aus den Laboren der Welt nicht mehr wegzudenken. Mit ihrer Hilfe entwickeln Wissenschaftler neue Konzepte für die Gentherapie, sie züchten Tierorgane, die sich als Transplantate für Menschen eignen sollen, versuchen ausgestorbene Tierarten wie das Mammut wieder zum Leben zu erwecken, indem sie Elefanten genetisch umbauen – und denken darüber nach, wie sie tief in die Evolution eingreifen können.
So möchten sie zum Beispiel Malaria durch eine genetische Kettenreaktion ausrotten.

Ob das alles funktioniert wie geplant, ist keinesfalls sicher. CRISPR/Cas hat die Arbeit der Gentechniker von Grund auf verändert. In Zukunft wird sie auch die Ökologie beeinflussen – mit neuen Möglichleiten und neuen Risiken.

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