Podcast Katastrophe ohne Folgen? Ein Jahr nach dem Brand von Moria

Feuer im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos

Es sollte der Startpunkt für ein neues Leben werden, für ein Leben in Frieden und Freiheit. Für viele wurde es aber die Hölle auf Erden. Das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Das Camp auf der griechischen Insel war das größte in ganz Europa. Heute vor einem Jahr ist es niedergebrannt. Junge afghanische Flüchtlinge sollen das Feuer gelegt haben. Moria war berüchtigt für die katastrophalen Zustände: die Menschen haben in zusammengenagelten Bretterhütten gehaust oder haben sich unter Plastik-Planen verkrochen. Es gab nicht genug Toiletten und zu wenig zu essen. Kriminalität und Gewalt waren an der Tagesordnung. Außerdem war es völlig überfüllt. Es sollte eigentlich Platz für rund 2.800 Menschen bieten. Zeitweise lebten dort aber über 20.000. Aber auch Bilder wie die aus dem brennenden Lager von Moria schrecken die Flüchtlinge nicht ab. Immer noch machen sich hunderttausende jeden Tag auf den gefährlichen Weg gen Westen. Auch die prekäre Lage in Afghanistan wird das Problem verschärfen.

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