Podcast Wie kam der Teufel an die Wand? Die Kunst der Vorhersage

Eine Person mit langen, braunen, lockigen Haaren hält eine Glaskugel in ihrer Hand und vor ihr Gesicht. Sie steht am Strand, der Hintergrund ist in verschiedenen Orange-Tönen, weil die Sonne untergeht. In der Glaskugel sieht man die Spiegelung der Frau auf dem Kopf.

Wer in die Zukunft blicken kann, ist klar im Vorteil. Sei es die Entwicklung des Klimas, der Pandemie, der Aktienkurse oder der Gaslage: Wir wüssten alle gerne, wie das Morgen aussieht - nicht nur bei dem Blick aufs Wetter. Und so genießen Forschende mit der Fähigkeit, die Zukunft zu berechnen, ein hohes Ansehen. Kommt es jedoch anders als vorhergesagt, sind Hohn und Spott nicht weit: "Wohl verrechnet?!". Dabei könnten wir uns doch freuen, wenn die befürchtete Corona-Winter-Welle nicht so dramatisch ausfällt, der vom Verfassungsschutz prognostizierte "heiße Herbst" der Proteste eher lau verläuft und die Gasspeicher voller sind als erwartet. Lauter gute Nachrichten! Es bleibt dabei: "Vorhersagen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen." Brauchen wir sie dann überhaupt? Darüber sprechen wir mit der Physikerin Viola Priesemann, dem Protestforscher Sebastian Haunss, dem Datenwissenschaftler Lars Koppers und dem hr-Klimaexperten Tim Staeger.