Podcast Revolution in der Rhön: Die Frauensiedlung Loheland

Dörte Schipper

1919 in der hessischen Rhön, nahe Fulda. Zwei Frauen gründen auf einem brachliegenden Stück Land buchstäblich aus dem Nichts eine Siedlung, um andere Frauen auszubilden und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Sie schmeißen ihre Korsetts weg, schneiden sich die Haare ab und tanzen, wie es noch niemand gesehen hat. Es ist der Anfang von Loheland. Junge Frauen können dort eine zweijährige Gymnastikausbildung machen, später lernen sie auch zu weben, zu nähen, zu töpfern, zu schreinern. Sichtbar beeinflusst vom Weimarer Bauhaus. Eine neue Freiheit, eine „neue Generation Weib“. Und sie hat Erfolg. Dagmar Fulle spricht mit der Journalistin und Autorin Dörte Schipper, die in ihrem neuen Roman die Geschichte der Loheländerinnen erzählt, und fragt, wie die Siedlung heute aussieht - gut einhundert Jahre nach ihrer Gründung.