Annalena Baerbock
Annalena Baerbock will Teil der Grünen Doppelspitze werden. Bild © Imago

Allein schon wegen ihres Alters steht Annalena Baerbock für einen Neuanfang bei den Grünen: Sie ist 37 Jahre alt und sie will neue Bundesvorsitzende werden. Beim Parteitag Ende Januar bewirbt sie sich um einen Platz an der Grünen Doppelspitze.

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zum Artikel Annalena Baerbock - Grünenpolitikerin und Kandidatin für den Parteivorsitz

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"Meine Tochter war so semi-begeistert von meinem Plan", sagt  die Bundestagsabgeordnete in hr-iNFO Das Interview. Nein, sie erzähle ihrer sechsjährigen Tochter nicht, dass sie mal eben die Welt retten müsse und deshalb künftig wieder viel unterwegs sein müsse, berichtet die grüne Klima-Expertin, die sich für den Ausstieg aus dem Braunkohle-Tagebau in der Lausitz engagiert, aber: "Ich will gucken, dass die Bagger nicht die Dörfer und Wälder kaputt machen, das bewegt sie dann selber auch sehr stark."

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Do., 18.1., 19.35 Uhr
Sa., 20.1., 18.35 Uhr
So., 21.1., 10 Uhr

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Zwei Plätze sind an der grünen Doppelspitze zu vergeben, es gibt aber  momentan drei Kandidaten. Neben Annalena Baerbock sind das Robert Habeck, der grüne Umweltminister aus Schleswig-Holstein, und Anja Piel, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag von Niedersachsen. Habeck gilt als Realo und als Favorit für den Parteivorsitz. Anja Piel ist Vertreterin des linken Flügels, Annalena Baerbock kommt ebenfalls vom Realo-Flügel. Nur nach der grünen Arithmetik aus Mann und Frau, Linker und Realo ist Baerbock also nicht die Idealbesetzung. Trotzdem wolle sie mit ihrer Kandidatur deutlich machen: "Wir wählen hier nicht nur die Frauen an Mister Xs Seite, sondern wir wählen hier eine grüne Bundesvorsitzende." Die Parteimitglieder müssten entscheiden, welches Team am besten für sie passe.

Wie beim Trampolinspringen

Der erste Vorsitzenden-Posten, der in Hannover vergeben wird, ist per Satzung für eine Frau reserviert. Da wird es also zu einer Kampfkandidatur zwischen der Piel und der Baerbock kommen. Die Frage, ob sie im Falle einer Niederlage in der zweiten Runde noch einmal antreten würde, dann gegen den Realo Robert Habeck, ließ Baerbock im Gespräch ausdrücklich offen. "Ich trete auf dem Frauenplatz an. Und wenn man antritt, dann will man auch gewinnen", sagte Baerbock und verwies auf ihre langjährige Erfahrung als Leistungssportlerin.

Als Trampolin-Springerin habe sie gelernt, dass man Mut und Disziplin haben müsse und immer wieder für seine Ziele kämpfen. "Man springt beim Trampolin bis zu fünf Meter hoch, da braucht es ein bisschen Mut und auch keine Angst, dass man mal fällt", sagte die Grüne. Als Trampolin-Springerin hat sie es bei deutschen Meisterschaften mehrmals auf Platz drei geschafft. Bei den Grünen will Annalena Baerbock  jetzt auf Platz eins.

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Sendung: hr-iNFO, Das Interview, 18.1.2018, 19.35 Uhr

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