Eintracht-Vorstand Axel Hellmann

Während der Spielbetrieb in der Bundesliga wegen der Corona-Pandemie eingestellt ist, hat Eintracht Frankfurt einen Big Deal mit der Deutschen Bank bekannt gegeben: Es ging um ein starkes Zeichen, dass der Fußball weitergeht, sagt Hellmann. Ein Gespräch über die Zwangspause, Solidarität und die Zeit nach der Krise.

Es ist eine ungewohnte Situation, wie wir das Interview führen. Axel Hellmann sitzt in seinem Home Office und ich in einem Studio des hr. Verbunden sind wir über WhatsApp, in diesen Tagen die beste Lösung, ein Interview zu führen.

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Axel Hellmann während einer
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Derzeit läuft ohnehin die ganze Kommunikation anders, über digitale Wege. Auch die Eintracht Frankfurt Fußball AG wird zu großen Teilen aus dem Home Office geleitet. "Wir haben intern feste Kommunikationswege über Videokonferenzen, über Telefonkonferenzen und direkte Zeitfenster verabredet, bei denen man einfach zur Verfügung steht. Ich als Vorstand bin dann immer greifbar und halte mich bereit, wenn irgendetwas anliegt."

"Sicherstellen, dass der Spielbetrieb weitergeht"

Aber auch der Alltag von Axel Hellmann ist von der Corona-Krise stark beeinflusst. Vor allem Ostern, ein Fest der Familie. Keine Treffen, kein gemeinsamer Besuch eines Gottesdienstes. "Ich kann ehrlich gesagt noch gar nicht ermessen, was ich nach Ostern dazu fühlen werde. Möglicherweise merkt man dann erst so richtig, nach diesen ersten Wochen der Schockstarre, was einem verloren geht, wenn man diese Feste nicht mehr begehen kann, wie man sie immer beging."

Irgendwann nach Ostern, vielleicht in der ersten oder zweiten Maiwoche, soll die Fußball-Bundesliga weitergehen. Ob es so kommt? Weiß keiner. Axel Hellmann gibt aber ganz klar zu bedenken: "Wir müssen in diesem Land - und das gilt europaweit, geradezu weltweit - uns alle dem Kampf gegen die Pandemie unterordnen. Das ist auch ganz klar unsere Haltung. Unsere Aufgabe ist es aber auch, sicherzustellen, dass es irgendwann wieder mit dem Spielbetrieb weitergeht."

Keine Mega-Transfers

In den vergangenen Tagen hat Eintracht Frankfurt einen großen Schritt in die Zukunft getan mit der Partnerschaft mit der Deutschen Bank. Ein "Big Deal". Bei meiner Frage, ob Eintracht Frankfurt damit auch ein "Big Player" geworden ist, lacht Axel Hellmann. "Schuster, bleib' bei deinen Leisten", sagt er. "Dass wir jetzt in der Lage sind, die Megatransfers zu tätigen, ist nicht der Fall." Die Zukunft im Fußballgeschäft ist, wie alles in diesen Tagen, sehr ungewiss. Als wir unser Interview beendet haben, verabschieden wir uns mit dem Wunsch, das nächste Interview wieder gemeinsam in einem Raum zu führen. Hoffentlich bald.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 4. April 2020, 19:35 Uhr

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