Carla von Glasow

Mit Windkraft zum Klimagipfel: Clara von Glasow reist mit dem Segelschiff zur UN-Klimakonferenz nach Santiago de Chile. Nächste Woche beginnt für die Studentin aus Wiesbaden die abenteuerliche Reise über den Atlantik.

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Carla von Glasow im hr-iNFO-Studio
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Nächste Woche beginnt für Clara von Glasow das große Abenteuer. Gemeinsam mit 35 anderen jungen Klimaschützern segelt sie über den Atlantik. Das Ziel: Die UN-Klimakonferenz in Santiago de Chile. Fast zwei Monate wird die Reise an Bord der "Regina Maris" dauern. Die "Königin der Meere" ist ein stattlicher Dreimaster, der schon einige Transatlantik-Reisen hinter sich hat.

Von Glasow vertritt dabei die deutsche NGO Klimadelegation e.V. Die Reise wollen sie und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus ganz Europa nutzen, um die Regina Maris zu einem segelnden Think Tank zu machen. Gemeinsam wollen sie eine "Roadmap" für nachhaltiges Reisen erarbeiten. Und natürlich sei die Reise auch ein starkes Symbol. "Ich glaube, dass im Moment der Zeitpunkt ist, in dem solche Aktionen auch die Aufmerksamkeit schaffen können, die dem Thema gebührt", sagt die 25-Jährige in Das Interview bei hr-iNFO.

"Ohne Greta hätte es die Bewegung so nicht gegeben"

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint: Die Reise mit dem Segelschiff machen die jungen Aktivisten keineswegs Greta Thunberg nach - der Ikone der Fridays-for-future-Bewegung, die jetzt mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet werden soll. Seit fast einem Jahr plane die Gruppe von "Sail to the Cop" die Überfahrt. "Schon bevor Greta entschieden hat, dass sie überhaupt auf die Klimakonferenz fährt", erklärt von Glasow.

Greta sei aber zweifellos wichtig für die Bewegung. "Ohne Greta hätte es die Bewegung so nicht gegeben." Sie sei zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, aber es hätten auch gut andere junge Menschen sein können. Thunbergs "Wutrede" bei den Vereinten Nationen fand von Glasow gut, denn es sei ihr nicht nur um Emotionen gegangen. "Sie hat diese Emotion mit den Fakten kombiniert. Das finde ich sehr stark."

Veränderungen müssen kommen

Klimagipfel sind ein zähes Geschäft. Aber dennoch ist von Glasow optimistisch. Die Zeit sei reif: "Ich glaube, dass die gesellschaftliche Lage nie besser war, um drastische Veränderungen herbeizuführen", so die Hessen. Und diese Veränderungen müssten jetzt auch kommen, sonst drohe große gesellschaftliche Frustration.

Sendung: hr-iNFO Das Interview, 27.09.19, 19.35 Uhr

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