Eine Hand hält ein Bündel 500-Euro-Scheine.

Die Corona-Pandemie sorgt für viele Unsicherheiten - auch, was das liebe Geld betrifft. Kann man sich durch Bargeld anstecken? Und wie geht Banking in Zeiten von Corona? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Besteht Ansteckungsgefahr durch Bargeld?

Bisher ist laut Bundesbank kein solcher Fall bekannt. Es gehe von Geldscheinen und Münzen kein besonderes Ansteckungsrisiko aus. Auch René Gottschalk, Virologe und Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, teilt diese Einschätzung. Das Virus werde in erster Linie durch Tröpfcheninfektion übertragen, also im direkten Kontakt mit Infizierten und nicht so sehr durch das Berühren von Oberflächen wie etwa Banknoten.

Besonders verschmutzte Banknoten würden laut Bundesbank-Vorstand Johannes Beerman in Deutschland ohnehin regelmäßig aus dem Verkehr gezogen. Die besonders häufig genutzten Fünf- und Zehn-Euro-Scheine sind außerdem Schmutzabweisend beschichtet.

Weshalb machen etliche Bankfilialen zu?

In erster Linie handelt es sich um eine Sicherheitsmaßnahme, um Kunden und Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen. Außerdem sind auch viele Bankmitarbeiter von Kita- und Schulschließungen betroffen und müssen sich um die Betreuung ihrer Kinder kümmern.

Komme ich deshalb nicht mehr an mein Geld?

Doch, denn auch wenn Filialen schließen, die sogenannten Selbstbedienungszonen mit Geldautomaten, Kontoauszugsdruckern und manchmal auch Überweisungsterminals bleiben weiter zugänglich. Viele Bankenverbände betonen auch, dass eine Versorgung mit Bankdienstleistungen und Bargeld gesichert bleibt.

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Zum Artikel Corona: Ansteckung durch das liebe Geld?

Rund 21.000 Euro Bargeld
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Alternativ besteht auch die Möglichkeit ab einem bestimmten Betrag bei einer Zahlung an der Tankstelle oder im Supermarkt Bargeld abzuheben oder gleich bargeldlos zu bezahlen.

Wie kann ich Überweisungen oder ähnliches tätigen, wenn meine Filiale zu hat?

Auch hier gibt es häufig die Möglichkeit über Überweisungsterminals in den Selbstbedienungszonen. Alternativ muss man in diesen Tagen auf Telefon- oder Onlinebanking ausweichen.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 17.3.2020, 15 bis 18 Uhr

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