Geldscheine in einer Hand
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Was kommt am Ende tatsächlich raus, wenn ich in Rente gehe? Das zu errechnen, ist kompliziert. Ein Computerprogramm soll bald Abhilfe schaffen: Das "Rentencockpit" verspricht einen einfachen Überblick.

Annabelle Hornung ist 40 Jahre alt, hat eine einjährige Tochter und hat sich bereiterklärt, das Rentencockpit zu testen. Sie sitzt neben Finanzwissenschaftler Andreas Hackethal am Computer und gibt Daten ein: das Geburtsjahr, ob sie gesetzlich versichert ist, das aktuelle monatliche Bruttoeinkommen ...

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Die erste Seite des Cockpits gibt den Nutzern einen Eindruck, was sie erwartet - mit drei typischen Beitragszahlern, so wie sie in Deutschland millionenfach vorkommen. Sie geben eine erste Orientierung. "Ich finde das ganz besonders eingängig, dass man schon so ein paar 'Role Models' hat in verschiedenen Altersgruppen - dass man sieht, was verdienen die monatlich und was kommt dann am Ende raus", sagt Annabelle Hornung.

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Wie sorgt man am besten vor fürs Alter?

Tipps von Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur des Verbraucher-Ratgebers "Finanztip" und Experte beim Thema Altersvorsorge:

Drei Dinge sollte man kombinieren:

  1. Ordentlich Geld verdienen, dann gibt es auch aus der gesetzlichen Rente ordentlich was raus.
  2. geförderte Altersvorsorge: entweder eine Betriebsrente oder einen Riestervertrag (auch wenn man die Betriebsrente einheitlicher hinkriegen sollte, damit man nicht dauernd einen anderen Vertrag hat, und Riester sollte preiswerter werden)
  3. Immer auch ein bisschen Geld in etwas anderes stecken: entweder in mein Haus oder in meine Wohnung oder in ein Aktiendepot. Über 20, 30, 40, 50 Jahre kann man mit einem solchen Depot – wenn man es ordentlich macht – eigentlich keine Verluste machen und hat man in der Vergangenheit ordentliche Gewinne gemacht.
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Nach der Dateneingabe und der ersten Orientierung geht es zu den entscheidenden Fragen: Was habe ich zu erwarten? Was brauche ich ungefähr? Wann gehe ich in Rente? Wichtig für Hornung: Dass man beim Rentencockpit auch variieren und gucken kann, was passiert, wenn man mit 67 oder schon mit 65 in Rente geht.

Was wäre, wenn ...?

Neben der gesetzlichen Rente und der Berufsunfähigkeitsversicherung hat Hornung noch eine Riesterrente abgeschlossen. "Momentan ist das so: 350 Euro können Sie gemäß Versicherer erwarten", sagt Hackethal. "Die Daten, die hier dargestellt werden, sind genau dieselben, die Sie einmal pro Jahr vom Versicherer bekommen, damit Sie das auch vergleichen können." Der Rentencockpit ermittelt aber auch, was passiert, wenn man nicht mehr weiter einzahlt. "Sie können also diese Was-wäre-wenn-Fragen beantworten", so Hackethal - und damit auch ein Stück weit lernen und experimentieren.

Da es sich um sensible Daten handelt, loggen sich Nutzer wie Annabelle Hornung über ihre Personalausweisnummer oder Steuer-ID ein und können so jederzeit auf die Informationen zugreifen - je nach Wunsch mit Namen und Adresse oder völlig anonym. Datensicherheit werde beim Rentencockpit großgeschrieben, sagt Andreas Hackethal.

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