Sonne scheint durch Baumkrone

Gerade bei den aktuell heißen Temperaturen ziehen sich viele Menschen in den Schatten zurück. Das ist gut, denn man sollte die Sonne mit Vorsicht genießen - doch ganz ohne geht es nicht.

Die Sonne: gut 150 Millionen Kilometer ist sie von der Erde entfernt. Sie ist das Zentrum unseres Sonnensystems und ein Stern. Der Stern, der der Erde am nächsten ist. Und die Erde kommt im Vergleich zur Sonne ziemlich mickrig rüber: Ihr Durchmesser ist rund hundert Mal kleiner als der der Sonne.

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Ohne Sonne wäre auf der Erde wenig los. Denn der Großteil der Energie auf unserem Planeten ist umgewandelte Sonnenenergie. Sie wird von uns als regenerative Energieform genutzt. Vor allem aber kurbelt sie die Photosynthese an. Die Photosynthese findet in grünen Pflanzen statt - als einzige natürliche Reaktion, bei der Lichtenergie in chemische Energie umgewandelt wird. Ohne sie könnten die Pflanzen nicht überleben. Und ohne Pflanzen kämen die Nahrungsketten und –netze nicht in Gang, in die auch wir Menschen eingebunden sind.

Besser gelaunt durch die Sonne

Und es gibt noch mehr Gutes von der Sonne zu berichten. Zum Beispiel sorgt Sonnenlicht dafür, dass unser Tag-Nacht-Rhythmus geregelt wird. Es ist einer der wichtigsten äußeren Zeitgeber unserer inneren Uhr. Denn Sonnenlicht beeinflusst die Produktion der Hormone, die für Aktivität beziehungsweise Schlaf nötig sind. Und apropos Hormone: Im Sonnenlicht schüttet unser Körper auch mehr Glückshormone aus. Deshalb neigen wir im Sommer seltener zu Depressionen und sind meistens besser gelaunt.

Aber Sonne kann uns auch gefährlich werden. Mit die größte Gefahr geht von der UV-Strahlung aus. Es gibt drei Typen der UV-Strahlung. Normalerweise bleibt viel von ihr in der Erdatmosphäre hängen, vor allem in der Ozonschicht. Doch die wird in den letzten Jahrzehnten dünner - Stichwort FCKW. Deshalb kann sie ihrer Schutzfunktion nicht mehr so gut nachkommen wie früher. Es gelangt mehr UV-Strahlung bis zur Erdoberfläche, und dann kann’s unangenehm werden.

Sonnenbrand hier, Vitamin D da

Hinter einem Sonnenbrand steckt in der Regel die sogenannte UV-B-Strahlung. Sie ist erstmal nur mittel-aggressiv, regt aber langfristig das Entstehen von Hautkrebs an. Weitere unangenehme Folgen von zu viel UV-Strahlung sind das vorzeitige Altern der Haut oder Bindehautentzündungen. Zu viel UV-Strahlung schädigt aber auch Pflanzen oder führt dazu, dass in Bodennähe mehr Ozon entsteht und unsere Lungen reizt.

Gerade UV-B-Strahlung hat aber auch etwas Gutes. Ihr wird ein positiver Einfluss auf verschiedene Hautkrankheiten nachgesagt. Und definitiv regt sie an, dass in der Haut Vitamin D gebildet wird. Aus der Nahrung können wir höchstens ein Fünftel unseres Vitamin-D-Bedarfs decken. Und dabei brauchen wir es, denn es stärkt zum Beispiel unsere Knochen und fördert die Muskelkraft. Insofern lässt sich ruhigen Gewissens sagen: Obwohl UV-Strahlen tückisch sein können - ohne Sonne kann der Mensch nicht leben.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 26.7.19, 06-19 Uhr

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