Kassel Wilhelmshöhe Schnee

Der Wintereinbruch hat Hessen fest im Griff: Heftiger Schneefall und eisglatte Straßen sorgen für Schäden und Verkehrschaos. Welche Rechte und Pflichten haben Autofahrer, Hausbesitzer und Arbeitnehmer in solchen Fällen?

Schäden am Auto

Am besten hilft immer noch Prävention: Droht schlechtes Wetter, sollte man genau schauen, wo man das Auto abstellt. Ist der Schaden aber bereits da und das Auto etwa durch eine Dachlawine beschädigt, ist das ein Fall für die Vollkaskoversicherung. Sind Scheiben eingedrückt, dann übernimmt das die Teilkaskoversicherung. Gegebenenfalls kommt die Teilkaskoversicherung auch für Schäden an der Karosserie auf, das hängt aber vom jeweiligen Vertrag ab. Um Schäden geltend zu machen, sollten Versicherungsnehmer die Schäden auf Fotos oder Videos festhalten.

Schäden am Haus

Kommen regelrechte Schneemassen herunter, dann kommt es immer wieder vor, dass Dächer unter dem Gewicht zusammenbrechen. In diesem Fall greift eine erweiterte Naturgefahrenversicherung, die zusätzlich zum Wohngebäudeschutz abgeschlossen wird. Das gilt vor allem bei älteren Verträgen. In neueren ist dieser Schutz eventuell bereits enthalten. Auch Gartenhaus und Garage können da mitversichert werden. Aber auch hier gilt: rechtzeitig vor dem Schaden um einen Versicherungsschutz kümmern.

Verschneite Arbeitswege

Ist das Fahrzeug erst langwierig von Schnee und Eis zu befreien, sollte umgehend der Arbeitgeber informiert werden. In den meisten Fällen sind diese kulant. Allerdings können sie erwarten, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entsprechend früher losfahren, im schlimmsten Fall bedeutet eine Verspätung dann eine Abmahnung oder weniger Geld.

Auch das spontane Umdisponieren aufs Homeoffice ist nur unter Rücksprache mit dem Arbeitgeber möglich. Sonst droht auch hier eine Abmahnung. Allgemein gilt: Auch bei heftigen Schneefällen müssen Arbeitnehmer am Arbeitsplatz erscheinen, notfalls mit dem Taxi oder zu Fuß.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 8.2.2021, 15-18 Uhr

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