Bauarbeiter Frankfurt

Mehr als 180.000 Fachkräfte fehlen derzeit in Hessen - mit steigender Tendenz. Den Mangel an Fachkräften sehen Unternehmen laut einer Umfrage als ihre zentrale Herausforderung. In welchen Bereichen ist der Bedarf am größten? Ein Überblick.

Welche Fachkräfte sind zur Zeit besonders gefragt?

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Zum Artikel Qualifizierte, wandert ein! Fachkräfte verzweifelt gesucht

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Es fehlt vor allem an Arbeitnehmern mit einer Berufsausbildung - also jenen, die schon jetzt den größten Teil der Fachkräfte in hessischen Unternehmen darstellen. Sehr gefragt sind auch Fachwirte oder Meister. Bei über 40 Prozent der Betriebe in Hessen bleiben solche Stellen länger unbesetzt. Grund dafür ist unter anderem, dass immer mehr Menschen studieren und keine Ausbildung machen.

In welchen Berufsgruppen wird am dringendsten gesucht?

Etwas weiter gefasst kann man sagen: Alle Berufe im Bereich Dienstleistung. Busfahrer etwa oder Pflegekräfte, aber auch im Veranstaltungsservice oder der Buchhaltung werden Fachkräfte gesucht. Mängel gibt es außerdem auf dem Bau und bei der Herstellung von Baustoffen, in Laboren, Werkstätten und im Gastgewerbe.

Weitere Informationen

Fachkräftemonitor Hessen

Umfassende Informationen zum Fachkräfteangebot und -bedarf in Hessen finden Sie im Fachkräftemonitor der IHK.

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Im Gastgewerbe kann fast jede zehnte Stelle nicht besetzt werden. Besonders dringend werden Bedienungen, Köche und Küchenhilfen in Frankfurt gesucht.

Gibt es regionale Unterschiede?

Ja, der Anteil aller unbesetzten Stellen ist im Rhein-Main-Gebiet besonders groß. In Landkreisen wie Limburg-Weilburg und im Lahn-Dill-Kreis dagegen ist der Engpass bislang noch nicht ganz so gravierend. In Verdichtungsräumen wie dem Rhein-Main-Gebiet nämlich gibt es ein großes Angebot an Stellen, während die Lebenshaltungskosten hoch sind.

Langfristig geht die Industrie- und Handelskammer aber davon aus, dass der Fachkräftemangel sich in ganz Hessen auf einem hohen Niveau angleichen wird. Vor allem Mittel- und Nordhessen sollen die Engpässe dann auch vermehrt zu spüren bekommen.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 16.12.2019, 6 bis 9 Uhr

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