Buntes Gemüse
Bei Gemüse sind sich die meisten Studien einig: Es ist gut für uns. Bild © picture-alliance/dpa

Mal heißt es, man solle Low-Carb machen, dann wieder Low-Fat. Doch der Körper braucht sowohl Kohlenhydrate als auch Fett. Was ist der aktuelle Stand der Ernährungswissenschaft?

Fett und Kohlenhydrate

Brot
Brot Bild © picture-alliance/dpa

Dass viel Fett automatisch dick und krank macht, gilt als überholt. Zumindest solange man insgesamt nicht mehr isst, als man auch verbraucht. Genauso wenig sind Kohlenhydrate grundsätzlich gut oder böse. Ob es einem mit einer Low Carb- oder Low Fat-Ernährung besser geht, könnte Geschmackssache oder Veranlagung sein; daran wird noch geforscht. Wichtig ist es aber wahrscheinlich, die richtigen Fette zu essen - zum Beispiel ausreichend Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren – und die richtigen Kohlenhydrate – zum Beispiel mehr Gemüse und Vollkorn mit Ballaststoffen, statt Weißmehl oder Zucker.

Obst und Gemüse

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Frisches Gemüse und Obst sind ziemlich sicher gesund. In zahlreichen Studien starben die Menschen, die viel davon gegessen hatten, weniger häufig an ernährungsbedingten Krankheiten. Zu Gemüse zählen dabei auch Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Linsen. Der größere Teil der Tagesration sollte allerdings Gemüse sein, weil Obst viel Fruchtzucker enthält.

Fleisch

Fleisch auf dem Grill
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Wer viel stark verarbeitetes, zum Beispiel gepökeltes Fleisch oder Wurst isst, hat möglicherweise ein höheres Krankheitsrisiko. Und Geflügelfleisch ist wohl gesünder als rotes Fleisch, also zum Beispiel Rind, Schwein oder Lamm. Ob es insgesamt gesünder ist, gar kein Fleisch zu essen oder vielleicht nur wenig Fleisch, ist aber nicht wissenschaftlich erwiesen.

Eier

Eier im Karton - eines ist geöffnet und man sieht ein Dotter.
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Eier galten lange als Mitverursacher eines hohen Cholesterinspiegels. Das ist mittlerweile überholt. Cholesterin in der Nahrung erhöht zwar den Cholesterinspiegel, aber nicht sehr stark, und nicht bei jedem gleich. Für gesunde Menschen sind Lebensmittel mit Cholesterin daher kein Problem.

Milchprodukte

Ein Glas Milch auf einem Holztisch
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Milch und Milchprodukte liefern zum Beispiel Kalzium und Vitamin D.  Für schädliche Auswirkungen von Milch, Joghurt und Käse in den empfohlenen Mengen gibt es bisher keine stichhaltigen Belege. Studien weisen eher auf leicht positive Effekte hin. Man kann seinen Kalziumbedarf auch über pflanzliche Lebensmittel decken, man muss dann aber mehr darauf achten, was man isst oder trinkt, wie zum Beispiel Gemüse wie Grünkohl oder Brokkoli, Nüsse und kalziumreiche Mineralwässer.

Salz

Salzstreuer
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Zuviel Salz gilt als Risikofaktor für erhöhten Blutdruck und damit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Fünf bis sechs Gramm am Tag gelten als Obergrenze. Allerdings reagieren Menschen sehr unterschiedlich auf Salz.

Zucker

Zucker
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Zuviel Zucker ist mit großer Wahrscheinlichkeit ungesund. Das gilt übrigens auch für Rohrzucker, Honig, oder Kokosblütenzucker. Diese mögen ein paar Mineralstoffe mehr enthalten; das macht sie aber nur unwesentlich gesünder. Süßstoffe gelten in den üblichen Mengen als unbedenklich. Gerade zu neueren Süßstoffen gibt es aber erst wenige wissenschaftliche Untersuchungen.

Sendung: hr-iNFO, 6.3.18, 7:10 Uhr

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