Handball-Nationalspieler Uwe Gensheimer
Handball-Nationalspieler Uwe Gensheimer Bild © picture-alliance/dpa

Weltmeister im eigenen Land: Das kann das deutsche Handball-Team bei der WM 2019 schaffen. Neben Deutschland ist auch Dänemark Austragungsort. Für alle, die mit dem Sport bisher nicht so vertraut sind, das Wichtigste im Überblick.

Die ersten Regeln für den Handball-Sport wurden 1898 in Dänemark publiziert. Im Laufe der Zeit wurden sie immer wieder angepasst und modifiziert. Die letzte Änderung in Deutschland gab es 2016. Diese betraf Regelungen für die letzten 30 Spielsekunden.

Die Spielregeln

Im Handball stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, je sieben Spieler pro Team, davon je ein Torwart. Die Spielzeit beträgt zweimal 30 Minuten mit einer zehn minütigen Pause. Der Tormann bzw. die Torfrau im Frauen-Handball kann den Ball auch mit dem Fuß abwehren. Geleitet werden die Spiele von zwei Schiedsrichtern, einer als Tor-, der andere als Feldschiedsrichter. Ähnlich wie im Fußball gibt es auch im Handball Freistöße und Strafstöße. Ein Strafstoß wird allerdings nicht aus elf, sondern aus sieben Metern ausgeführt.

Was es im Fußball nicht gibt, ist die Auszeit oder Englisch: Time out. Dabei hat jede Mannschaft einmal pro Halbzeit das Recht, das Spiel für eine Minute zu unterbrechen. Das kann sie aber nur nutzen, wenn sie im Ballbesitz ist. Diese Unterbrechung wird vom Trainer dazu genutzt, die Spieler um sich zu versammeln und neue Anweisungen zu geben. Als Ergebnis sind Sieg, Niederlage oder ein Unentschieden möglich.

Die Weltmeisterschaft

Eine WM wird alle zwei Jahre ausgetragen. 2019 gleich in zwei Ländern: in Deutschland und in Dänemark. Aktueller Weltmeister ist Frankreich. Das Turnier beginnt mit dem Spiel des Co-Gastgebers Deutschland gegen Korea. Die Besonderheit: Süd- und Nordkorea spielen in einem gemeinsamen Team, unter einer symbolischen Flagge und mit einem speziellen Lied, das als eine Art Hymne gespielt wird. Die anderen Gegner der deutschen Nationalmannschaft in der Gruppe A sind Brasilien, Russland, Frankreich und Serbien.

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Alle deutschen Vorrundenspiele finden in Berlin statt. Insgesamt gibt es vier Vorrundengruppen mit je sechs Mannschaften. Die ersten drei jeder Gruppe kommen weiter. Dann folgen zwei Hauptrundengruppen mit je sechs Teams. Die besten beiden Mannschaften jeder Gruppe ziehen ins Halbfinale ein. Aus vier mach dann zwei, sprich: Die Sieger der beiden Halbfinals bestreiten das Finale. Dieses Endspiel steigt in Herning in Dänemark.

Die Erwartungen

Bei den letzten Turnieren, vor allem der EM im vergangenen Jahr, hat die deutsche Nationalmannschaft unter dem damals neuen Nationaltrainer Christian Prokop enttäuscht. Doch inzwischen scheint das Team gefestigter zu sein, die Ergebnisse der letzten Testspiele waren erfreulich. Und als Gastgeber eines Turniers gilt man ohnehin oft als Mitfavorit. Das offizielle Ziel des Deutschen Handball-Bundes ist, zumindest das Halbfinale zu erreichen. Die Fans hoffen auf mehr.

Übertragung in Funk und Fernsehen

Für die Fans erfreulich ist die Tatsache, dass die Handball-WM von ARD und ZDF im frei empfangbaren, öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wird. Das gilt für alle Spiele mit Beteiligung der deutschen Mannschaft. Und im Radio wird auch Einiges zu hören sein. In hr-iNFO wird es immer wieder Einblendungen von den Spielen geben.

Sendung: hr-iNFO, 10.1.19, 06:10 Uhr

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