Ein Schild warnt vor Waldbrandgefahr.
Ein Schild warnt bei Dudenhofen vor Waldbrandgefahr. Bild © picture-alliance/dpa

Wegen anhaltend hoher Waldbrandgefahr hat das hessische Umweltministerium die zweithöchste Alarmstufe A ausgerufen. Außerdem fordert Hessen Mobil Autofahrer dazu auf, wegen möglicher Flächenbrände keine Zigarettenstummel oder Glasscherben aus dem Fenster zu werfen.

Die Alarmstufe A ist laut Ministerium erforderlich, weil in weiten Teilen das Landes das Risiko sehr hoch sei. Auch die am Wochenende zu erwartenden gewittrigen Niederschläge würden daran nichts ändern. Alarmstufe A bedeutet, dass besonders gefährdete Waldgebiete verstärkt überwacht werden. Außerdem müssen die Forstverwaltungen die technische Einsatzbereitschaft sicherstellen und den Kontakt zu den Feuerwehren intensivieren.

Unter Umständen kann es zur Schließung von Grillplätzen und zur kompletten Sperrung von Waldwegen und Waldflächen kommen. Wegen der Trockenheit seien die Wasservorräte in den Böden stark zurückgegangen, teilte das Ministerium mit. Insgesamt habe es in Hessen in diesem Jahr 45 Waldbrände gegeben, viereinhalb Hektar Fläche seien verbrannt. Für die Waldnutzer gilt: Rauchverbot, kein Feuer außerhalb ausgewiesener Grillplätze, kein Glas auf den Boden werfen. Außerdem werden Besucher gebeten, Waldwege nicht mit Autos zu blockieren.

Verkehrsteilnehmer sollen frühzeitig über Brände informieren

Das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil hat Verkehrsteilnehmer dazu aufgefordert, möglichst keine Zigarettenstummel oder Glasscherben aus dem Fenster werfen, die die Grünstreifen entzünden können, so Alexander Link von Hessen Mobil. "Normalerweise ist das nur Umweltverschmutzung, aber jetzt besteht auch noch Brandgefahr." Verkehrsteilnehmer sollen die Feuerwehr zudem frühzeitig über Brände informieren, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Das anhaltende Sommerwetter mit hohen Temperaturen und geringem Niederschlag hat die Grünflächen in den Mittel- und Seitenstreifen der Straßen ausgetrocknet und somit die Brandgefahr erhöht. Vergangene Woche hatte aus noch ungeklärter Ursache ein Seitenstreifen am Mainspitzdreieck auf der Autobahn 671 gebrannt. "Wenn die Seitenstreifen wieder grün sind, ist die Gefahr auch wieder geringer", so Link. Bis dahin hoffe er auf erhöhte Achtsamkeit der Autofahrer.

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Sendung: hr-iNFO, 24.7.2018, 16:10 Uhr

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