SPD-Chefin Nahles und CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer

Noch düsterer als das Gesamtergebnis bei der Europawahl sieht für Union und SPD ihr Resultat bei jungen Wählern aus. Jetzt kommt es darauf an, den Kurs zu ändern, bevor es zu spät ist.

Tja, das nennt man dann wohl eine richtige Klatsche für die Union und vor allem für die SPD. Und noch viel schlimmer sieht es für die GroKo-Parteien aus, wenn man sich anschaut, wie die Jungen gewählt haben – vor allem die Erstwähler. Bei denen sind die Grünen ganz vorne und die Union schon fast eingeholt von der Partei von Satiriker Martin Sonneborn. Volksparteien sind CDU, CSU und SPD bei den Jungen jedenfalls nicht mehr.

Das kommt dann davon, wenn man sie pauschal als desinteressiert hinstellt, wenn man Klimaproteste kleinredet und versucht, mit Tricks vom Thema abzulenken. Wenn man es einfach überreizt und nur den Kontakt zu den vermeintlichen Stammwählern pflegt.

Ein Weckruf?

Vielleicht war das ja jetzt der Weckruf für CDU, CSU und SPD. Junge Menschen, das sind nämlich nicht einfach nur irgendwelche Teenager, die man nicht ernstnehmen müsste. Das ist eine Generation, die weiß, was sie will – und eben auch, was sie nicht will. Das hat die Wahl jetzt gezeigt.

Das wurde aber auch schon in den letzten Tagen deutlich: Da hat ein YouTuber die CDU komplett vorgeführt. Dabei hat Rezo einfach nur das kanalisiert, was viele junge Menschen schon vorher bewegt hat. Jetzt kommt es darauf an, ob die ehemaligen Volksparteien die richtigen Schlüsse aus diesem Wahlergebnis ziehen können, bevor es zu spät ist.

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