Eine Polizistin kontrolliert mit einem Laser-Messgerät den Verkehr

Am Mittwoch wurde in ganz Hessen geblitzt, die Polizei nahm beim europaweiten Speedmarathon Raser ins Visier. Unser Reporter, der gern mal ein bisschen schnell unterwegs ist, sagt: Danke!

Als Reporter habe ich es eigentlich immer ein bisschen eilig habe. Ich bin aber schon lange nicht mehr geblitzt worden. Nicht, weil ich so ein vorbildlicher Autofahrer wäre, nein, ich gebe zu: manchmal bin auch ein bisschen drüber. Und ich meine jetzt nicht rasen, nein: nur den einen Millimeter knapp über erlaubt auf dem Tacho.

Aber ich weiß, wo bei mir die Blitzer stehen. Die Starenkästen und die grauen Säulen, die fest installiert sind, sowieso. Und auch die Orte, wo sporadisch immer mal wieder geblitzt wird. Das sind nämlich immer dieselben Stellen, und die habe ich mir halt gemerkt. Auf dem Weg ins hr-Studio in Fulda auf gerader Strecke bergab, kurz vor der Eisenbrücke. Oder an der Abfahrt von der Bundesstraße zu mir nach Hause. Jede Wette – da stehen sie wieder.

Ein bisschen zu schnell ist auch zu schnell

Deswegen bin ich für einen solchen Speedmarathon. Damit ich mir wieder ins Gedächtnis rufe, gefälligst immer und überall nach Vorschrift zu fahren und nicht nur da, wo ich den nächsten Blitzer vermute. Dabei geht's mir nicht nur ums Geld: Klar, das tut immer weh im Portemonnaie, wenn ich denn mal ein bisschen zu schnell war und zahlen muss.

Aber nicht auszudenken, wenn ein Kind auf die Straße läuft und ich kann nicht rechtzeitig anhalten, eben weil ich das gerade eben genannte Bisschen zu schnell unterwegs war. Und wenn mich dann so ein Speedmarathon dran erinnert: Fuß vom Gas! - dann kann ich nur ganz ehrlich sagen: Danke! Weil auch ein bisschen zu schnell ist eben zu schnell.

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Sendung: hr-iNFO, 3.4.2019, 16:30 Uhr

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