Ihre Kommentare Wer soll die Mehrkosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen tragen?

14 Kommentare

  • Hallo
    Für mich stellt sich diese Frage nicht, denn jeder kleine Verein muss dafür sogen, das es auf dem Sportgelände friedlich zugeht !
    Jeder große Verein kennt seine Chaoten und kann diese verbannen oder einer Strafe zuführen ! Ich als Steuerzahler habe kein Interesse diesen Vereinen die Sicherheit zu finanzieren ! Bin Fußballfan und kann mir vorstellen, wenn die Vereine oder der DFL dazu nicht zu verurteilen sind, eine prozentuale Steuer anteilig auf jede Karte zu erheben !
    Wozu müssen Profis solche Unsummen verdienen ???
    Es muss zwingend verhindert werden, das solche Leute im Lande Unfrieden stiften und dadurch Familien mit Kindern ein Stadionbesuch vermeiden !

  • Es ist die staatliche Aufgabe für Recht und Ordnung zu sorgen. Daher dürfen diese Kosten nicht auf die Profivereine umgelegt werde.
    Sollte das Gericht dies anders sehen, können sich die Vereine die Mehrkosten ja bei den Gewalttätern über eine Zivilklage zurückholen. Den Aufschrei , auch vom Senat in Bremen möchte ich nicht hören!

  • Habe eben von dem Ergebnis der entsprechenden Studie gehört.
    HIer haben sicher Leute abgestimmt die noch nie im Stadion waren.

  • Meiner Meinung nach ist es Sache des Steuerzahlers, wer die Polizei bestellt sollte sie auch bezahlen. Das hohe Polizeiaufkommen wirkt oft provozierend, hier wäre weniger mehr.

    Es gibt in allen Gesellschaftsschichten Probleme mit Gewalttätern, wenn es kein Fußball gäbe, wären die Gewalttäter woanders zu finden.
    Warum sollen ausgerechnet die Fußballvereine für Polizeieinsätze bezahlen?

    Gehe seit Jahren zu Spielen der Eintracht und sehe gewalttätige "Fans" in einer absoluten Minderheit, selbst konfrontiert mit Gewalt wurde in vielen Jahren Stadiongänge nie und ich hätte auch kein Problem mit Kinder ins Stadion zu gehen.

  • Der Kommentar von Herr Sänger bedient wieder alle unsäglichen Vergleiche. Alles wird in den Ring geworfen. Konzert, Theater, Museen. Haben Sie schon mal eine Hochrisikoausstellung im Museum gesehen oder ein Hochrisikokonzert besucht? Wird ein Grönemeyer Konzert von Wasserwerfer begleitet? Stehen vorm Städel bewaffnete Beamte? Muss man beim Theaterbesuch damit rechnen von verfeindeten Theaterkritikern gemeuchelt zu werden? Die Vergleiche von Fußball und solchen Veranstaltungen ist einfach nur albern. Die DFL und die Profiunternehmen, gerne auch mal Vereine genannt, machen Umsätze in immer größeren Beträgen und wollen sich hier nur aus der Mitverantwortung ziehen. Es wäre auch in der Verantwortung der DFL und der Profiunternehmen darauf einzuwirken das es zu so etwas wie "Hochrisikospiel" erst gar nicht kommt. Zur Zeit sehe ich in dieser Hinsicht aber nur leere Worthülsen. Den Kommentar von Frau Hummelsiep kann ich nur voll und ganz unterstützen.

  • Ja, selbstverständlich muss die DFL die Mehrkosten tragen. Wenn ich sehe, mit welchem Aufwand Krawallmacher - angebliche "Fans" - von der Landespolizei zum Bahnhof, von der Bundespolizei im Zug und wieder von der Landespolizei zum "Sport"Stadion begleitet werden, so hat das mit "Sport" nichts mehr zu tun, sondern dient nur der Gewinnmaximierung eines kommerziellen "Brot und Spiele" Geschäftes, an dem aus Angst um die eigene körperliche Unversehrtheit viele nicht mehr teilnehmen. Das kann also nicht im gesellschaftlichen Interesse liegen. Millionen Mehrkosten wegen hunderter krimineller Randalierer könnte der Staat sinnvoll in Bildung und Sport investieren, werden aber so egoistisch durch kopflose sogenannte "Fans" und eine kommerzielle Organisation der Allgemeinheit vorenthalten. Es ist Aufgabe der DFL, sich viel intensiver als bisher um die Sicherheit und Prävention in ihren eigenen Profittempeln zu kümmern. Das kann und darf nicht dem Staat überlassen werden.

  • Ganz klar, die DFL. Der Argumentation von Herrn Sänger kann ich nicht folgen, da die Würstchenbudenprügler oder der Banküberfall wohl eher, glücklicherweise, die Ausnahme sind und somit erhöhte Kosten nicht in regelmäßig Anfallen.
    Sicherlich ist der Fußball Kulturgut, aber nicht der bezahlte Profifußball, dem Zuschauer nur mit immensen Kosten beiwohnen dürfen, sondern der Breitensport.
    Im Breitensport wäre das Geld des Steuerzahlers besser angelegt als für Schutzmaßnahmen beim Profifußball.

  • Wenn es hier um etwas Essenzielles ginge wie uns Wohnen oder Essen würde ich zustimmen, das ist Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen, dass es niemandem an etwas mangelt. Aber es geht um Fußball. Damit wird der eine oder andere Euro verdient. Es ist wirklich genug Geld da.
    Und selbst wenn dadurch die Tickets teurer würden wenn ich in ein Flugzeug steige gibt es da auch Sicherheitsgebühren, die eben ich trage weil das Fliegen mein privates Vergnügen ist. Ich sehe überhaupt keinen Grund, weshalb nicht diejenigen, die ins Stadion gehen, da auch für die Sicherheit zur Kasse gebeten werden sollten.
    Und letztendlich, seien wir ehrlich: Bremen ist pleite. Jeder Euro, der hier gespart werden kann, sollte gespart werden. Wenn andere Bundesländer Brot und Spiele veranstalten möchten, bitteschön.

  • Guten Morgen HR Info Team,

    Ich finde, dass es eine Gebührenoednung für diverse Polizeieinsatz geben sollte. Diese Gebührenordnung soll aber auch für Volksfeste zum Beispiel Oktoberfest oder Sondereinsätze wie der Begleitung von Kastortransporten greifen. Es ist durchaus üblich, dass Sanitätsdienste für solche Einsätze kostenpflichtig sind.

  • Die Kosten sind selbstverständlich durch die DFL bzw. deren angeschlossenen Fußball-Vereine zu tragen, die die Spiele austragen.

    Die Vereine verdienen Millarden durch die Fans und durch Werbung, heizen selbst künstlich die Stimmung in den Stadien immer stärker an wodurch ein solcher Kräfteansatz der Polizei erst notwendig wird und schaffen es dazu auch noch, ihren Spielern Millionenbeträge an Gehältern zu bezahlen.

    Da drängt sich mir schon im Sinne des Verursacherprinzips auf, weshalb überhaupt darüber nachgedacht wird, wer die Kosten zu tragen hat. Und wer es bis jetzt noch nicht weiß: Die Verursacher!

    Im Übrigen handelt es sich bei den Fußballvereinen nicht um "Vereine", sondern um Unternehmen!

  • Gewinne privatisieren und Kosten sozialisieren hat bereits schleichend und stetig die Fähigkeit von Bund, Ländern und Kommunen ausgehöhlt, wichtige Aufgaben für die Zukunft von Mensch und Gesellschaft hinreichend leisten zu können.

    Ein sichtbares Feld ist der Zustand von Straßen und Brücken in Deutschland. Mit einer sachgerechten Bepreisung der Strassennutzung für Frachten wäre das Geschäftsmodell des Internethandels zudem nicht in dem Maße disruptiv, daß bestehende lokale Handelsstrukturen zerstört würden; mit bekannt vielfältigen negativen Folgen in vielen Bereichen.

    Diesem Trend entgegenzuwirken ist notwendig, wenn in absehbar besonders risiko-behafteten Fußballspielen umfangreiche Gewaltverhinderungsmaßnahmen bereits im Vorfeld einzuplanen sind. Dies hat mit der allgemeinen Aufgabe der Sicherheitsleitung des Staates nichts mehr zu tun.

    Es ist Aufgabe des gewinnerzielenden Veranstalters, solches bereits im Vorfeld und auch während der Events mit eigenen Mitteln einzudämmen.

  • Wenn die Vereine die Polizeieinsätze bezahlen sollen, müssten dann nicht auch die LKW-Betriebe für Straßenschäden zur Kasse gebeten werden? Wo sind die Grenzen dieser Denkweise?

  • Was sind Hochsicherheitsspiele? Es gibt hier keine juristisch verwertbare Definition.
    Wo fangen wir an? Was ist z. B. mit Rockkonzerten mit 5000 Besuchern?
    Was ist mit Demonstrationen, um unsere demokratischen Grundrechte gegen Rechts und Links zu verteidigen? Gebührenpflichtig?
    Nein, zu viele Fragezeichen.
    Eines darf man auch nicht verkennen: Der Statt (die Allgemeinheit) streicht auch Millionen an Steuereinnahmen durch die Bundesligavereine ein.
    Bei einem bescheidenen Zuschauerschnitt von 15.000 Besuchern kommen da locker 5 Mio. allein an Umsatzsteuer pro Saison zusammen. Hinzu kommen die Steuereinnahmen aus Werbung, Catering usw. und die Lohnsteuer der Spieler.
    Da kommt man schnell in den zweistelligen Millionenbereich.
    Es steht zu Befürchten, dass die DfL evtl. Kosten an die Vereine weitergibt.
    Ja, Steuern sind Geldleistungen ohne Anspruch auf individuelle Gegenleistung.
    Aber leisten die Vereine, Zulieferer usw. nicht bereits ihren Beitrag?

  • Der Staat ist für die Sicherheit zuständig und das aus gutem Grund - das soll bitte auch so bleiben!

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