Mann mit Schutzkleidung steht vor Bügelbrett

Was geht noch in Zeiten des Coronavirus und worauf sollte man verzichten? Diese Fragen verunsichern viele. Wir haben Ihnen die wichtigsten Verhaltensregeln im Kampf gegen die Verbreitung des Virus zusammengefasst.

Was Sie tun sollten:

Körperliche Distanz

Körperliche Distanz ist das A und O, um Ansteckungen zu vermeiden. Das Virus verbreitet sich über sprechen, niesen und husten, deshalb sollte man unbedingt einen größeren Abstand zu den Mitmenschen einhalten als üblich, am besten 1,5 bis 2 Meter. Direkter Kontakt wie Hände schütteln, umarmen oder Küsschen zur Begrüßung sollten vermieden werden.

Hygiene-Regeln befolgen

In die Armbeuge niesen und husten, Gegenstände wie Türklinken und Haltegriffe mit Handschuhen oder Handtüchern anfassen, danach nicht ins Gesicht fassen.

Regelmäßig Hände waschen, 20-30 Sekunden lang und mit Seife. Dabei das Nagelbett nicht vergessen und gut abtrocknen. Außerdem sollte man das Smartphone regelmäßig reinigen.

Lieber Auto und Rad als ÖPNV

Am besten zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad oder Auto fahren. Keine Fahrgemeinschaften bilden. Nur notwendige Reisen antreten und nur raus gehen, wenn es wirklich nötig ist. Bewegung an der frischen Luft ist – mit dem nötigen Abstand zu anderen Menschen – erwünscht und gesund.

Lieber telefonieren als treffen

Soziale Kontakte sind besonders für Menschen, die alleine leben, wichtig. Treffen Sie aber lieber nur ein bis zwei beste Freunde und am besten immer dieselben. Das ist aber nur unter der Bedingung sinnvoll, dass es draußen passiert und mit Abstand. Noch besser: soziale Kontakte über Telefon und Internet pflegen.

Was Sie nicht tun sollten:

Nähe zu Risikogruppen

Meiden Sie insbesondere Risikogruppen, um sie zu schützen (alte Menschen und solche mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetiker, Asthmatiker, an Krebs Erkrankte und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem) - auch wenn sie keine oder nur leichte Symptome verspüren.

Viele Infizierte haben keine starken Symptome und man erkennt sie nicht auf den ersten Blick als Überträger. Also: Auch wenn Sie um sich selbst keine Angst haben - achten Sie auf jene, die es besonders zu schützen gilt und halten Sie Abstand!

Restaurants oder Cafés besuchen

Auch wenn der Frühling naht und es viele Menschen rauszieht: Verzichten Sie darauf, eng gedrängt im Café, Restaurant oder im Park zu sitzen. Es ist nicht für immer.

Treffen in größeren Gruppen

Tun Sie sich nicht in großen Gruppen zusammen - sei es beim Sport (etwa Fußball), zu Hause oder wenn es um die Kinderbetreuung geht.

Corona-Partys

Weil Clubs und Bars geschlossen haben, verabreden sich vor allem junge Menschen zu sogenannten "Corona-Partys". Auch wenn Sie die Menschen kennen und sie keine Symptome zeigen: Das ist das Gegenteil von dem, was derzeit angebracht ist.

Hamsterkäufe

Das hilft zwar nicht gegen Ansteckung, schont aber die Nerven vieler Mitmenschen. Hamsterkäufe sind unnötig und unsolidarisch. Sie bewirken für viele andere Menschen genau das, wovor die Hamsterkäufer sich schützen wollen - und was es ohne sie gar nicht gäbe: leere Regale und Engpässe.

Weitere Informationen

Pandemischer Fußabdruck

Hier können Sie testen, wie gut Ihr Verhalten mit Blick auf die Eindämmung des Coronavirus ist.

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-iNFO, Aktualität, 19.3.20, 6-9 Uhr

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