Ein qualmender Auspuff
Der Verkehr ist maßgeblich am Entstehen von Stickoxiden beteiligt Bild © picture-alliance/dpa

Sind die Grenzwerte für Stickoxide angemessen? Einige Lungenärzte zweifeln das an. hr-iNFO erklärt, was Stickoxide überhaupt sind und wie sie Menschen schaden.

Stickoxide, auch Stickstoffoxide genannt, ist ein Sammelbegriff für verschiedene, gasförmige Verbindungen, die aus Stickstoff und Sauerstoff aufgebaut sind. Sie entstehen, wenn beispielsweise Kohle, Öl, Gas, Holz oder auch Abfälle verbrannt werden. Allerdings ist auch der Verkehr maßgeblich am Entstehen von Stickoxiden beteiligt – vor allem Diesel-Fahrzeuge.

Aber auch ältere Benziner stoßen die schädlichen Stoffe aus. Vor allem Fahrzeuge mit der sogenannten Euro-Norm 1 und 2. Bei Diesel-Autos sind auch die neueren Motoren am Ausstoß beteiligt. Selbst die mit der Euro-Norm 5. Lediglich Euro 6, also quasi die ganz neuen Fahrzeuge, gelten als relativ sauber.

6.000 Tote jährlich

Stickoxide reizen und schädigen die Atmungsorgane. Erhöhte Konzentrationen in der Luft haben negative Effekte auf die Lungenfunktion, insbesondere von Kindern. Aber auch Erwachsenen kann es zu schaffen machen. Vor allem Kranken, etwa an Asthma Erkrankten. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes, sterben pro Jahr rund 6.000 Menschen vorzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die von Stickoxiden ausgelöst werden.

Die Lebensdauer dieser Stickoxide beträgt in Bodennähe etwa einen Tag. In einigen Kilometern Höhe dauert der Abbau bereits mehrere Wochen.

Sendung: hr-iNFO, 06.09.2018, 16 Uhr

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