Im Museum o.ä.: Vor einer riesigen Wand mit Porträtfotos verschiedenster Menschen sitzen drei Fraue auf einer Bank und betrachten die Gesichter

Immer mehr Unternehmen bemühen sich um Diversität. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Und welche - auch finanziellen - Vorteile kann es mit sich bringen? Ein Überblick.

Ein Unternehmen ist divers aufgestellt, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vielfältige Merkmale und Lebensstile haben. Diversität bedeutet also nicht nur "Frauen in Führungspositionen", sondern Vielfalt - zum Beispiel bei der geschlechtlichen Identität, sozialen und ethnischen Herkunft, Weltanschauung, bei der sexuellen Orientierung oder auch beim Alter. Aber knapp die Hälfte der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finden, dass ihr Arbeitsplatz überhaupt nicht vielfältig ist. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Online-Stellenbörse Stepstone. Vielfalt kommt nicht von allein. Aber sie kann bei der Auswahl und Beförderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv gefördert werden.

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Überdurchschnittlich profitabel

Man nehme nun einmal an, dass der erste Schritt geschafft ist: Die Belegschaft in einem Unternehmen ist divers besetzt. Diversität bedeutet dann aber auch einen bewussten Umgang mit dieser Vielfalt. Das heißt einerseits: Voraussetzungen schaffen, dass sich jeder als Teil des Unternehmens fühlen kann. Aber natürlich geht es auch darum, die Vielfalt zu nutzen. Wie sieht das konkret aus? Ein paar Beispiele: Bei Mentoring-Programmen können ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Wissen mit den jüngeren teilen. An barrierefreien Arbeitsplätzen können Menschen mit Behinderung ihre Talente einbringen. Oder wenn Unternehmen Teams divers zusammensetzen, können die vielfältigen Sprach- und Kulturkenntnisse dazu führen, dass ungewöhnliche Lösungen oder neue Zielgruppen gefunden werden.

Wenn ein Unternehmen einen ethnisch vielfältigen Vorstand hat, ist die Wahrscheinlichkeit um 36 Prozent höher, überdurchschnittlich profitabel zu sein – im Vergleich zu Unternehmen mit sehr homogenen Vorständen. Das ist bei einer Studie des Beratungs-Unternehmens McKinsey aus dem vergangenen Jahr herausgekommen.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 18.5.2021, 6 bis 9 Uhr

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