Grünes Gewölbe in Dresden

Bei einem der spektakulärsten Einbrüche der vergangenen Jahrzehnte wurde vor knapp einem Jahr historischer Juwelenschmuck aus dem Museum in Dresden gestohlen. Wir erklären, was das Grüne Gewölbe eigentlich ist und welche Schätze es beherbergt(e).

Das sogenannte Grüne Gewölbe ist eine Sammlung von Schätzen und gilt als die umfangreichste ihrer Art in ganz Europa. Sie befindet sich in der sächsischen Landeshauptstadt und gehört zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Das Ganze befindet sich im Residenzschloss mitten im historischen Zentrum der Stadt. Der Name Grünes Gewölbe leitet sich ab von den grün gestrichenen Säulen und Decken in den ursprünglichen Gewölberäumen. Diese Räume sind bereits seit 1724 öffentlich zugänglich.

Die Gründung geht auf Herzog Moritz und seine Ernennung zum Kurfürsten zurück. Eine Erweiterung hatte es rund 200 Jahre später unter dem sächsischen Kurfürsten und polnischen König August dem Starken gegeben. Im Jahr 2006 folgte die Wiederöffnung des restaurierten beziehungsweise rekonstruierten historischen Grünen Gewölbes im Westflügel des Residenzschlosses. Die Kosten beliefen sich auf rund 45 Millionen Euro, bezahlt vom Land Sachsen. Sie beherbergt mehr als 4000 Objekte und Kunstwerke, wobei wegen Platzmangels nicht alle zu sehen sind. Ausgestellt sind aber zum Beispiel Objekte der Juwelier- und Goldschmiedekunst, Skulpturen, wertvolle Schränke, Medaillen oder auch Orden aus Gold, verziert mit Smaragden, Rubinen und Saphiren.

Beute noch immer verschwunden

Am Morgen des 25. November 2019 wurde in den historischen Teil des Grünen Gewölbes eingebrochen. Elf Objekte wurden dabei entwendet. Unter den gestohlenen Stücken waren zum Beispiel ein Degen, Teile eines Brillantkolliers, eine große Brustschleife, eine Hutagraffe, zwei besondere Schuhschnallen oder auch Bruststerne des Polnischen Weißen Adlers-Ordens. All das wird nach der Festnahme der Verdächtigen fieberhaft gesucht. Gefunden wurde die Beute bislang aber noch nicht.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 17.11.2020, 15 bis 18 Uhr

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