75 Jahre Kriegsende Hessen Frankfurt II
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Die Luftaufnahmen der US-Armee zeigen das zerstörte Frankfurt, ein Lager von US-Soldaten auf dem Frankfurter Flughafen, die Lebensmittelschlangen in der Mainmetropole und den blühenden Schwarzmarkt, und das Leben der amerikanischen Besatzer. Außerdem das Hauptquartier des Amerikanischen Roten Kreuzes in Frankfurt.

Frankfurt im Jahr 1945

Während der Nachschub für die US-Armee rollte und sie sich eine dauerhafte Besatzung einrichtete, war die Ernährungslage für die Frankfurter sehr schwierig. Die Nahrungsmittelrationen hatten sich im Vergleich zur Vorkriegszeit auf die Hälfte reduziert. Der monatliche Fleischverbrauch zum Beispiel sank sogar von vier Kilo im Jahr 1935 auf 800 Gramm im ersten Nachkriegsjahr. Die Lebensmittelpreise explodierten, die Reichsmark war nicht mehr viel wert.

Kein Wunder, dass der Schwarzmarkt blühte. Bezahlt wurde vor allem mit Zigaretten oder getauscht. Eine Schachtel Zigaretten war 70 bis 80 Reichsmark wert, ein Kilo Bohnenkaffee zum Vergleich kostete 500 bis 600 Reichsmark. Zwischen 22:30 und 5 Uhr herrschte damals in Frankfurt eine Ausgangssperre.

Es gab eine große Wohnungsnot, die dadurch noch größer wurde, dass die Amerikaner über 8.000 Wohnungen beschlagnahmten. Aber durch den Rückstrom von Evakuierten und neuen Bürgern wuchs die Einwohnerzahl schnell wieder an - bis Oktober 1946 von 269.000 auf 357.000. Auch die Zahl der Eheschließungen machte einen rasanten Sprung in dieser Zeit von 201 im September 1945 auf fast doppelt so viele im Dezember 1946 mit 394.

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