75 Jahre Kriegsende Hessen Hochtaunuskreis
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Die Filmaufnahmen der US-Armee zeigen das Landleben bei Oberursel im April 1945, ein Kriegsgefangenenlager für deutsche Soldaten und ein Camp für Displaced Persons (DP)* im Juni 1945.

Der Hochtaunuskreis im Jahr 1945

Displaced Persons (DP)* wurden 1945 in zahlreichen DP-Lagern untergebracht. Allein in Hessen gab es 29 solcher Lager. Auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszonen befanden sich 1945 insgesamt fast sieben Millionen DP. Während die meisten jüdischen DP auf die Möglichkeit warteten, nach Amerika oder Israel auszuwandern, kehrte die große Mehrheit der osteuropäischen Zwangsarbeiter bald in ihr Heimatland zurück.

Am 30.März 1945, am Karfreitag, erreichte die US-Armee Oberursel. Obgleich bei Kapitulation die Todesstrafe drohte, hissten mutige Bürger auch hier weiße Fahnen. Die kleine Stadt hatte den Krieg trotz der Nähe zu Frankfurt ohne große Bombenschäden überstanden.

Gezittert hatten die Menschen aber hier trotzdem während des Zweiten Weltkrieges: Mehr als 600 Mal hatte es auch hier Luftalarm gegeben. Gerettet hatte die Stadt das Kriegsgefangenen-Durchgangslager für abgeschossene Flieger der Alliierten auf dem Gelände des heutigen Wohngebietes Camp King.

* Als "DP" bezeichnete man v.a. ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter, die im Krieg deportiert oder verschleppt worden waren. Der Begriff wurde vom Hauptquartier der alliierten Streitkräfte geprägt.

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