75 Jahre Kriegsende Hessen Kreis Bergstraße
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Die Filmaufnahmen zeigen einen Besuch des US-Präsidenten Truman in Heppenheim im Juli 1945, Displaced Persons (DP)* auf dem Weg in DP-Lager im Juli 1945 u.a. nach Hessen und ein DP-Lager in Bensheim im August 1946.

Der Kreis Bergstraße im Jahr 1945

US-Präsident Truman machte auf seinem Weg zur Potsdamer Konferenz im Juli 1945 einen Zwischenstopp in Heppenheim und besuchte die Ehrengarde der 84. Infanteriedivision der US-Armee.

Heppenheim und Umgebung waren am 27. März von der Nazi-Herrschaft befreit worden. Die 7. US-Armee hatte am 22. März südlich von Worms den Rhein überquert und war schnell nach Osten über Bürstadt, Lorsch und Bensheim nach Heppenheim vorgerückt. Es war nicht gelungen, wie andernorts die Stadt kampflos zu übergeben. So kamen bei der Einnahme durch die US-Armee noch 15 Heppenheimer ums Leben.

Displaced Persons* (DP) wurden 1945 in zahlreichen DP-Lagern untergebracht, auch in Hessen. 29 solcher Lager gab es es allein hier. Auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszonen befanden sich 1945 insgesamt fast sieben Millionen DPs. Eines der hessischen Lager war in Bensheim im ehemaligen Lehrerseminar. Hier waren jüdische DPs und Holocaust-Überlebende untergebracht. Während die meisten jüdischen DPs auf die Möglichkeit warteten, nach Amerika oder Israel auszuwandern, kehrte die große Mehrheit der osteuropäischen Zwangsarbeiter bald in ihr Heimatland zurück.

* Als "DP" bezeichnete man v.a. ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter, die im Krieg deportiert oder verschleppt worden waren. Der Begriff wurde vom Hauptquartier der alliierten Streitkräfte geprägt.

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