Rebecca
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Rebecca wird als Kind regelmäßig von ihrer Mutter brutal geschlagen: mit der flachen Hand ins Gesicht, einem Besen auf den nackten Po. Die Prügel hat die 29-Jährige bis heute nicht vergessen. Im Interview spricht sie über ihr Leid und die Folgen.

Das Jugendamt nimmt Rebecca (Name von der Redaktion geändert) und ihren Bruder aus der Familie, als Rebecca acht oder neun Jahre alt ist. Sie wechselt von Heim zu Heim, haut immer wieder ab, treibt sich auf der Straße rum. Sie fängt an zu trinken, nimmt Drogen und bricht die Schule ab.

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Mehr zur Geschichte von Rebecca erfahren Sie in unserer Multimedia-Reportage "Gewalt gegen Kinder - Misshandlung und ihre Folgen".

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Als Teenager fängt Rebecca an, sich zu ritzen. Viele tiefe Narben auf ihrem Oberarm sind geblieben. Mit 16 Jahren wird sie selbst Mutter. Es ist das erste von drei Kindern. Zwei werden ihr vom Jugendamt abgenommen – wegen Überforderung.

Heute, mit 29 Jahren, schaut Rebecca nach vorne. Sie lebt zusammen mit ihrem jüngsten Sohn in einer Wohnung und bekommt Hilfe von einer Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen. Vielleicht holt sie den Schulabschluss nach und macht eine Ausbildung. Mit ihrer Mutter hat sie immer noch Kontakt. "Ich habe ihr verziehen, weil sie meine Mutter ist", sagt Rebecca. Vergessen wird sie die Prügel ihrer Mutter aber nie.

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Das Interview führte Petra Boberg

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Hilfe für Opfer von Misshandlung

Oft bleibt es unerkannt, wenn Kinder misshandelt werden. Die Opfer sind alleine mit ihrem Schmerz - auch, weil sie sich schämen oder Angst haben, über das Erlebte zu sprechen. Aber es gibt viele Anlaufstellen, die Unterstützung bieten, auch ganz anonym. [mehr]

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Rebecca bekommt Unterstützung von ZORA, einer Anlauf- und Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen in Wiesbaden.

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