Die Olympischen Ringe in Tokio.

hr-iNFO stellt Ihnen hessische Sportlerinnen und Sportler vor, die auf dem Weg zu den Olympischen Sommerspielen nach Japan sind. Ihr Traum von Tokio lebt, ob er sich auch wirklich erfüllt, ist offen.

Der Traum von Tokio erfüllt sich nicht von alleine. Dafür trainieren die Sportlerinnen und Sportler teilweise seit Jahren sehr hart. Die Ausbildung und das Studium sind derzeit zweitrangig.

Teil 1: Pauline Heinz - Feldhockey

Hockeyspielerin Pauline Heinz vom Rüsselsheimer RK ist mit 18 Jahren die Jüngste im Olympiakader des Deutschen Hockey Bundes. Von Tokio hat die Stürmerin bis vergangenen Dezember nicht geträumt, dann wurde sie völlig überraschend zu ihrem ersten A-Länderspiel eingeladen. In Buenos Aires gegen Argentinien. Ein Gänsehautgefühl.

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Zum Artikel Mein Traum von Tokio (1) - Hockey-Spielerin Pauline Heinz

Pauline Heinz
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Seitdem lebt Pauline Heinz ihren Traum von Tokio, trainiert zehn bis zwölf Mal die Woche. Wie das geht, mit dem Gewinnen einer olympischen Medaille kann Pauline Heinz zu Hause nachfragen: Ihre Mutter Bianca hat noch unter ihrem Mädchennamen Weiß in Barcelona 1992 die Silbermedaille gewonnen.

Teil 2: Anna Elendt - Schwimmen

Seit dem vergangenen Juli geht alles ganz schnell bei Anna Elendt: Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea erreichte sie das Finale über ihre Paradestrecke 50 Meter Brust und wurde Siebte. Seitdem lebt sie ihren Traum von Tokio, von den Olympischen Sommerspielen 2020. Ihre Paradestrecke ist zwar nicht olympisch, aber auch über die doppelte Distanz ist die 18-Jährige Deutsche Meisterin. Ihren Alltag bestimmen die Schule - im Frühjahr steht das Abitur an - und das Schwimmen.

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Zum Artikel Mein Traum von Tokio (2) - Schwimmerin Anna Elendt

Schwimmerin Anna Elendt
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Training, Schule, Training, Hausaufgaben und Schlafen ... Und am nächsten Tag das gleiche Pensum. Der Traum von Tokio treibt sie an. Jedes Training ist diesem großen Ziel untergeordnet. Da akzeptiert Anna Elendt auch die Bedingungen in Darmstadt. Nur ein paar Bahnen sind für die Leistungsschwimmer reserviert, daneben schwimmen auch andere Badegäste. Egal, sagt Anna Elendt, schließlich trainiert ihre jüngere Schwester auf der Bahn neben ihr. Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin vom 30. April bis 03. Mai muss sie die Norm für Tokio schwimmen. Für Anna Elendt ein weiterer Schritt auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen.

Teil 3: Nico Merget - Rudern

Nico Merget ist groß und hat breite Schultern, ein Modellathlet. 1 Meter 95 und 92 Kilogramm um genau zu sein. So wie man sich einen Ruderer vorstellt. Seit er 12 Jahre alt ist, rudert Nico Merget bei der Rudergesellschaft Germania in Frankfurt und seitdem lebt er seinen  Traum von den Olympischen Spielen. 14 Jahre lag trainierte Nico Merget hart und hatte Tokio im Sommer vor Augen. Er ist „Riemer“ wie die Ruderer sagen, sitzt also mit beiden Händen an einem Ruder im Boot. Und jeder Riemer träumt vom Achter, dem Paradeboot, dem Flaggschiff. Und wer bei Olympischen Spielen im Deutschlandachter sitzt, der rudert bei den Spielen um die Goldmedaille.

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Zum Artikel Mein Traum von Tokio (3) - Ruderer Nico Merget

Ruderer Nico Merget
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Als wir uns zum Interview treffen ist dieser Traum jedoch schon ausgeträumt, der Bundestrainer hat acht andere Ruderer in den Achter gesetzt. Nico Merget bleibt der Zweier ohne Steuermann, mit seinem Partner Felix Brummel. Jetzt ist die Nach-Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele im Mai auf dem traditionellen Rotsee das Ziel. Aber eine kleine Schwächephase bei der internen Ausscheidung Anfang März bringt die beiden ins Hintertreffen. Nico Merget hat das kurz aus der Bahn geworfen, aber nach einer reiflicher Überlegung hat er sich wieder ins Boot gesetzt. Er will kämpfen, um seinen Traum den er schon als kleiner Ruderknirps bei der Germania geträumt hat.

Teil 4: Michael Pohl - Leichtathletik

Als wir Michael Pohl Anfang März zum Interview treffen, ist die Sorge vor Corona schon da, aber doch noch weit weg. Keine zwei Wochen später ist alles anders. Ob die Olympischen Spiele stattfinden werden, weiß niemand. Die Sportler bereiten sich weiter vor - so gut es in diesen Zeiten eben geht. In Frankfurt kann Pohl derzeit noch trainieren, das Trainingslager in Spanien fällt aber aus. Wie es weitergeht, steht in den Sternen. Jetzt gilt es erst mal, die Vorsichtsmaßnahmen genau einzuhalten und gesund zu bleiben.

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Zum Artikel Mein Traum von Tokio (4) - Leichtathlet Michael Pohl

Michael Pohl Finals
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Der Traum von Tokio ist noch präsent. Michael Pohl geht das mit der Qualifikation aber ohnehin entspannt an: entweder es klappt oder es klappt nicht, sagt er. Er habe sich schon oft völlig etwas fokussiert und dann habe es nicht geklappt. Aber vieles hat auch geklappt. Pohl hat eine Lehre als Einzelhandelskaufmann abgeschlossen, einen Bachelor in BWL draufgesetzt und steckt derzeit mitten im Masterstudium. Fünf Mal die Woche trainiert er - nicht so viel, aber intensiv. Es hat gereicht, um im vergangenen Jahr Deutscher Meister über 100 Meter zu werden. Ob sich sein Traum von der persönlichen Bestzeit in Tokio erfüllt? Es liegt nicht mehr in seiner Hand.

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Ruderer Marc Weber im Gespräch

Das Interview mit Ruderer Marc Weber finden Sie hier.

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