Ein Mann hält Kupfer-Cent-Münzen in der Hand.

Die EU-Kommission plant einem Bericht zufolge die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Ein Grund ist offenbar, dass die Mehrheit der EU-Bürger die kleinen Geldstücke nicht mehr haben will.

Am Mittwoch will die EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen ein Arbeitsprogramm vorstellen, das einen "Vorschlag für einheitliche Rundungsregeln" beinhaltet. Danach sollen Preise so gerundet werden, dass Kleinstmünzen wie die Ein- und Zwei-Cent-Stücke im Zahlungsverkehr überflüssig werden.

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Einem eigenen Bericht der Kommission zufolge sei das Runden auf volle Fünf-Cent-Beträge in den vergangenen Jahren in immer mehr EU-Staaten zur gängigen Praxis geworden. Das spare die Herstellungskosten für die Kleinstmünzen, die Mühe beim Zählen sowie den Transport. Zudem stellte schon 2013 ein Kommissionsbericht fest, dass viele Verbraucher die kleinen Münzen nur ungern zum Bezahlen nutzen und sie stattdessen "horten".

Nach Angaben der Europäischen Zentralbank waren bis Dezember 2019 rund 36,7 Milliarden Ein-Cent-Münzen und etwa 28,2 Milliarden Zwei-Cent-Münzen in der Eurozone in Umlauf gebracht worden. Sie machen damit fast die Hälfte aller in Umlauf befindlichen Euro-Münzen im Wert von einem Cent bis zu zwei Euro aus. Zudem ist eine Ein-Cent-Münze in der Herstellung teurer als ihr Nennwert.

Sendung: hr-iNFO, 28.01.2020, 12.10 Uhr

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