Sorgenfreier Urlaub?

Grenzöffnungen für Urlauber noch im Sommer: Außeminister Maas hat sich mit Kollegen aus zehn der beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen darauf verständigt, auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Aber was bedeutet das konkret für die Urlaubsplanung? Wir haben die wichtigsten Fragen beantwortet.

Es sind Pläne, die Urlaubswilligen Hoffnung machen: Die Grenzen sollen für Touristen im Sommer schrittweise geöffnet werden, die weltweite Reisewarnung der Bundesregierung sollen nach Möglichkeit nach dem 14. Juni durch länderspezifische Hinweise ersetzt werden.

Urlauber könnten dann selbst entscheiden, wo sie hinreisen möchten. Aber: Unsicherheiten für Reisende bleiben. Denn aktuell gelten Reisewarnung und Aus- und Einreisebeschränkungen noch, konkrete Pläne gibt es noch nicht.

Urlaub buchen: ja oder nein?

Eine perfekte Lösung gibt es zu diesem Zeitpunkt nicht, ebenso wenig wie eine klare Empfehlung. Viel hängt von der eigenen Risikobereitschaft der Reisenden ab. Eher wahrscheinlich erscheint es, dass individuelle Reisen, zum Beispiel mit dem eigenen Auto in ein eher isoliertes Ferienhaus, möglich sein könnten.

Reisen über Reiseveranstalter dürften eher schwierig werden, unter anderem auch, weil die Reiseveranstalter selbst noch prüfen müssen, welche Einschränkungen in den Zielländern gelten und wie diese umsetzbar sind. Da die Reisewarnung noch bis Mitte Juni gilt und die Sommerferien in Hessen bereits am 6. Juli beginnen, dürfte auch die Zeit für Buchungen sehr knapp sein.

Kann ich stornieren, wenn sich die Lage wieder verschlimmert?

Im Prinzip ja: Wenn kein Urlaub möglich ist wegen eines erneuten Ausbruchs, haben Reisende den Anspruch, den Urlaub kostenlos zu stornieren – der gebuchte Urlaub würde in diesem Fall ja nicht zustande kommen.

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Anders sieht es aber aus, wenn man sich die Reise selbst zusammengestellt hat: Reisende, die beispielsweise Reiseverbindungen selber buchen, laufen Gefahr, dass diese zwar weiterhin angeboten werden, sie selbst aber aufgrund der Umstände doch nicht mehr verreisen möchten. In diesem Fall könnten sie auf den Kosten sitzen bleiben.

Gibt es Pläne für eine Förderung von Urlauben innerhalb Deutschlands?

Ins Spiel gebracht wurde die Idee vom bayrischen Ministerpräsidenten Söder. Er kritisiert die Pläne von Außenminister Maas und sieht die Möglichkeit skeptisch, bald wieder ins europäische Ausland reisen zu können.

In diesem Zuge formulierte er auch die Idee einer Förderung von Inlandsreisen. Konkret ausformuliert ist diese noch nicht. Vorstellbar wären laut Söder etwa Reisegutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit innerdeutscher Urlaube.

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Sendung: hr-iNFO Aktuell, 19.5.2020, 9 bis 12 Uhr

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