Eine Bahn vor der Frankfurter Skyline

Die Bahn bekommt im Klimapaket der Bundesregierung einen hohen Stellenwert - und deshalb auch viel Geld aus dem Bundeshaushalt, um das alles zu stemmen. Ist die Bahn gut aufgestellt für so große Ziele? Darüber haben wir mit Bahnchef Richard Lutz gesprochen.

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Zum Artikel Bahnchef Lutz weist Forderungen nach Bahnreform zurück

Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn
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Der Vorstandschef der Deutschen Bahn AG, Richard Lutz, hat im Vorfeld des Bahngipfels Forderungen zurückgewiesen, bei einer zweiten Bahnreform sein Unternehmen aufzuspalten. "Wir sollten keine Nebenkriegsschauplätze aufmachen, die nur Zeit und Energie kosten und am Schluss dem Kunden nicht helfen", sagte er in hr-iNFO.

Lutz betonte, die Bahn verzeichne im wachsenden Verkehrsmarkt Zuwächse. Da sei es wichtig, dass Fahrbetrieb und Gleisnetz nicht getrennt würden.

Zukunft liegt in der Vernertzung Schiene/Straße

Die Fraktionsführungen von Union und FDP im Bundestag hatten verlangt, dass die Bahn AG die Gleis-Infrastruktur abgeben müsse. Auch die LKW-Tochterfirma Schenker solle verkauft werden. In der jetzigen Form sei das Unternehmen den verkehrlichen Anforderungen nicht gewachsen.

Bahnchef Lutz sagte hingegen, er wolle DB-Schenker behalten: "Der Güterverkehr hat seine Zukunft in der Vernetzung Schiene/Straße". Für dieses Frühjahr hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer einen Bahngipfel einberufen. Dabei soll es auch um die künftige Struktur der Deutschen Bahn AG gehen.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 21.2.19, 6-9 Uhr

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