Eine Frau beim Joggen durch die Natur

In Hessen müssen wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen ab Donnerstag auch alle Einrichtungen des Freizeit- und Breitensports schließen. Das hat die Landesregierung nach Beratungen mit den kommunalen Spitzenverbänden beschlossen.

Sowohl Hallen als auch Sportanlagen im Freien müssen geschlossen werden. Dieser Schritt ist laut Landesregierung notwendig, um das Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten und Schulen und Kitas weiter offen halten zu können. Sport als Individualsport im öffentlichen Raum ist weiter möglich – sofern die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. Das heißt: Sport machen alleine, zu zweit, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands oder mit maximal zehn Personen. Ausdrücklich erlaubt ist Joggen, Radfahren, Wandern, Reiten, Rudern und Segeln. Weiter erlaubt ist mit umfassendem Hygienekonzept auch der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen-, Profi- und Nachwuchsleistungssports.

Strengere Regeln auch im Landtag

Unterdessen hat sich auch der hessische Landtag strengere Regeln zum Schutz vor dem Corona-Virus auferlegt. So müssen die Abgeordneten ab Montag auch an ihrem Platz im Plenum einen Mund-Nasenschutz tragen. Das hat der Ältestenrat beschlossen. Landtagspräsident Rhein sagte, der Landtag könne sich nicht aussuchen, ob er tage oder nicht. Er müsse notwendige Gesetze lesen und beschließen. Deswegen müsse es oberstes Ziel sein, die Funktion und Handlungsfähigkeit des Parlaments als Erster Gewalt zu gewährleisten.

Bei der Corona-Sondersitzung am Samstag waren alle Abgeordneten der dringenden Bitte von Landtagspräsident Rhein nachgekommen, auch am Sitzplatz einen Mund-Nasenschutz zu tragen – außer die AfD-Fraktion. Nun sind alle Abgeordneten verpflichtet, sich daran zu halten. Außerdem hat der Ältestenrat beschlossen, dass es vor Ausschuss- und Plenarsitzungen freiwillige Corona-Tests geben soll.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 4.11.2020, 6 bis 9 Uhr

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