Birgit Kelle und Selina Rust

Die Ampel-Koalition möchte das Familienrecht modernisieren. So sollen zum Beispiel lesbische Paare künftig gemeinsam Eltern eines Kindes sein - ohne die bis heute notwendige Stiefkindadoption. Birgit Kelle, Mutter, Autorin und CDU-Mitglied, hält wenig von den Plänen, "Echt jetzt"-Gastgeberin Selina Rust befürwortet sie. Was denken Sie? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Die Ampelkoalition möchte das Abstammungsrecht reformieren. Die Idee: Lesbische Paare sollen künftig gemeinsam Eltern eines Kindes sein. Neben der leiblichen Mutter soll dann künftig auch die Ehefrau als so genannte "Co-Mutter" in die Geburtsurkunde eingetragen werden. Genauso wie in heterosexuellen Ehen. Aufwändige Adoptiv-Verfahren – bislang die einzige Möglichkeit als Ehefrau der leiblichen Mutter das Sorgerecht zu bekommen – wären dann nicht mehr notwendig.  

Birgit Kelle, Mutter, Autorin und CDU-Mitglied, kritisiert die geplante Reform des Abstammungsrechts. Sie argumentiert: “Die Frage, von wem stamme ich ab, ist eine drängende Frage, die oft in der Pubertät kommt.” Kelle meint, der vorliegende Gesetzentwurf trage den Wünschen potenzieller Eltern Rechnung, aber nicht denen der Kinder. Birgit Kelle findet, da werde Ideologie über die Biologie gestellt.  

"Echt jetzt?"-Gastgeberin Selina Rust findet: “Familie ist ein Ort, wo ein Kind geliebt wird.” Und Rust hält das für das ausschlaggebende Argument. Die klassische Konstellation von Vater, Mutter, Kind werde dann eben nur erweitert. Zudem müssten lesbische Paare bisher im Adoptionsverfahren teilweise erniedrigende Fragen über sich ergehen lassen, bevor sie Eltern sein dürfen - verheiratete Paare aber nicht.  

Darüber streiten die Birgit Kelle und Selina Rust im neuen "Echt jetzt? Überzeug mich in 18 Minuten!".  

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Wie immer bei "Echt jetzt" wollen wir gerne wissen: Was meint ihr? Was denkt Ihr zur Frage "Gleiche Rechte für Regenbogenfamilien – das Ende von Vater, Mutter, Kind?". Wir haben eine Kommentarfunktion eingerichtet und freuen uns auf eure Meinungen und Argumente. Oder hinterlasst uns eine Sprachnachricht unter der Telefonnummer 0800/800 77 77.

Wir melden uns dann wieder mit einem "Echt jetzt? – Eure Meinung" und erzählen, welche Positionen und Kommentare ihr uns geschickt habt.

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Viel Emotion, viel Aufregung - aber Meinungen austauschen, über Argumente und auch deren Tauglichkeit reden? Eher selten. Das kommt Euch bekannt vor? Uns auch. Mit unserem neuen Format wollen wir das ändern. Wir wollen reden und sogar streiten – aber nicht übereinander, sondern miteinander: Zwei Personen mit zwei Meinungen gemeinsam in einem Gespräch.

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20 Kommentare

  • Nein auf gar keinen Fall, Kinder brauchen Vater & Mutter also unterschiedliche Bezugspersonen vom jeweils anderen Geschlecht, für Ihre Entwicklung sonst können diese Kinder später kein normales Leben führen und ihre eigene Identität entwickeln!

  • Hallo, aus meiner christlichen Orientierung heraus gibt es nur die "diskriminierende, altmodische, unmoderne" Antwort. Mutter und Vater zeugen zusammen ein Kind. Das ist einfach biologisch ein Fakt, keine Lesbische Frau kann ein Kind mit ihrer Partnerin zeugen.
    Genauso wenig wie zwei schwule Männer das schaffen. Und deswegen muss das nachvollziehbar im Abstammungsregister festgehalten werden.
    Dass man als Homosexueller leben will, ist jedem seine Sache, aber dann hat man eben nur bedingt die Chance auf ein Kind. Ein Haus, ein Auto, eine Jacht, oder sonst eine Sache, ein Ding kann sich jeder kaufen, aber ein Kind ist kein Ding, keine Sache. Und das Leben ist nun mal nicht gerecht. Es stirbt manchen Eltern das einzige Kind weg, andere haben mehrere Kinder und alle leben und werden uralt.
    Manchen bleibt dieses Wunder einer Schwangerschaft gar ganz vorenthalten. Und dann kauf ich mir eines??? Echt jetzt!!!

  • Unsere gemeinsame Tochter wird erfahren wie sie entstanden ist. Trotz allem streben wir die Eintragung in die Geburtsurkunde an. Denn wenn meiner Frau etwas passiert, verliert unsere Tochter nicht nur ihre Mama, sondern auch den Rest ihrer Familie. Rausgerissen aus dem Leben, in Obhut genommen. Nur weil ich als zweite Mama nicht das Recht auf das Kind habe, welches ich mit gezeugt habe, mit zur Welt gebracht habe. Welches ich umsorge, hege und behütet. So wir es andere Eltern auch tun! Und so etwas entspricht dann dem Kindswohl?! Ich denke nicht!
    Vielleicht sollte sich der ein oder andere Erwachsene einmal eine Scheibe abschneiden bei Kindern, für die jegliche Familienkonstellationen indiskutabel sind.
    Im Übrigen dient eine Adoption nicht dem Kindswohl und ist hier nicht gerechtfertigt! Einfach mal mit Menschen unterhalten, die diesen zermürbenden und überflüssigen Weg gehen müssen.

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