Jens Borchers und Jonathan Faust vor einer Wahlurne

Wer unter 18 ist, darf bei der Bundestagwahl nicht wählen. Dabei würde das Wahlrecht ab 16 viele Vorteile für die Demokratie bringen, sagt der Kasseler Schüler Jonathan Faust. hr-iNFO-Redakteur Jens Borchers hingegen warnt: Wenn Jugendliche wählen, birgt das auch Manipulations-Risiken.

Noch zehn Wochen bis zur Bundestagswahl - aber Jugendliche haben das Gefühl, sie sind sowieso nicht gefragt. Denn nur wer volljährig ist, darf auf Bundesebene wählen. Der Schüler Jonathan Faust aus Kassel engagiert sich für ein Wahlrecht mit 16.

Er argumentiert: Das Wahlrecht mit 16 sei dringend notwendig, sonst sinke die Wahlbeteiligung weiter. Früher wählen bringe mehr Vorteile für die Demokratie. Und: Die jungen Stimmen seien wichtig, um Zukunftsthemen wie den Klimaschutz auf die politische Agenda zu bringen.

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Jens Borchers, Gastgeber und Redakteur bei hr iNFO, meint: Warum denn jetzt gerade ein Wahlrecht ab 16 Jahren? Und er fragt, ob die Manipulationsgefahr Jugendlicher über die sozialen Medien nicht viel zu groß ist.

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Zum Artikel Wahlrecht ab 16 - mehr Jugend, mehr Demokratie?

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In unserer Streitsendung "Echt jetzt?" treffen die beiden aufeinander und tauschen 18 Minuten lang ihre Argumente aus. Wir möchten wissen: Wer hat Euch überzeugt? Wer hat die besseren Argumente? Wir freuen uns über Eure Meinung per WhatsApp-Nachricht unter der 0800/800 77 77 oder im Kommentarfeld am Ende des Artikels!

Wir melden uns dann wieder mit einem "Echt jetzt? Eure Meinung" und erzählen, welche Positionen und Kommentare Ihr uns geschickt habt.

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Viel Emotion, viel Aufregung - aber Meinungen austauschen, über Argumente und auch deren Tauglichkeit reden? Eher selten. Das kommt Euch bekannt vor? Uns auch. Mit unserem neuen Format wollen wir das ändern. Wir wollen reden und sogar streiten – aber nicht übereinander, sondern miteinander: Zwei Personen mit zwei Meinungen gemeinsam in einem Gespräch.

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33 Kommentare

  • Was soll man zu dem Thema groß sagen. Gefühlt hat die Jugend nicht nur bereits Einfluss in die Politik, sondern auch leidet unsere Gesellschaft, besonders die polit-mediale Klasse an Infantilismus. Sie verleugnet viele Fakten, redet dauernd über Gefühle und ist zu schnell beleidgt.

    Wenigstens gibt es erfrischend viele Kommentare, die auf Ungereimtheiten in dieser Debatte hinweisen. Besonders der alles überschattende Klimawandel wird endlich mal kritisiert. Warum gibt es solchen Austausch eigentlich nicht On Air zwischen Journalisten und Experten sondern nur in Kommentaren?!


    Anmerkung der Redaktion: Wir machen zu jeder Sendung einen Nachklapp "Echt jetzt? Eure Meinung", in dem wir auf die Kommentare unserer Hörerinnen und Hörer eingehen.

  • @ Serafina

    Ich stimme Ihnen zu. Jonathan ist ein Musterbeispiel für engagierte Jugend.

    Ich widerspreche allerdings, in den Kommentaren würden sich "KlimaSkeptiker" tummeln. Ich habe mir jeden einzigen Beitrag durchgelesen. Kein einziger leugnet den Klimawandel.

  • Die ignoranten und arroganten Kommentare meine Vorredner:innen schockieren mich. Faust ist ein Beispiel für eine sehr politisierte Jugend, die ihren Protest auf die Straße trägt und dabei viel weitsichtiger agiert, als das viele Politiker:innen tun. Faust Dummheit vorzuwerfen, versucht sein Argument per se zu delegitimieren. Fakt ist, dass die Jugend von den heute getroffenen Entscheidungen am meisten betroffen ist - und sie aktuell nicht mitbestimmen kann. Unabhängig vom Argument parteipolitischer Vereinnahmung der Forderung eines Wahlalter 16 ist das Ganze in Hessen eine rechtliche Frage. Der Gesetzgeber ist in der Pflicht, den Ausschluss hinreichend zu begründen. Diese hinreichenden Gründe sind nicht gegeben. Die Unkenrufe meiner Vorredner:innen erinnern an die Abgesänge auf die Demokratie, als das Wahlalter von 21 auf 18 abgesenkt wurde. Die Mischung auf Klimaleugnung, Verschwörungserzählungen und Medienskepsis macht Ihr Argument nicht stärker.

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