Sportjournalist Dietrich Schule Marmeling, hr-iNFO-Redakteur Jens Borchers

Soll die Fußball WM in Katar wegen der Menschenrechtslage dort boykottiert werden? Unbedingt, sagt der Sportjournalist Dietrich Schule Marmeling, hr-iNFO-Redakteur Jens Borchers hält dagegen. Was denken Sie? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Dietrich Schulze Marmeling, Buchautor und Sportjournalist, ruft zum Boykott der Weltmeisterschaft auf. Sein zentrales Argument: Die FIFA müsse endlich lernen, große Sportevents nicht mehr an Diktaturen wie das Emirat Katar zu vergeben. Und: Katar selbst müsse sich in Sachen Menschenrechte wirklich bewegen, um künftig noch für sportliche Großveranstaltungen qualifiziert zu sein.

Jens Borchers, Redakteur bei hr-iNFO, meint: pointierte Kritik – Ja. Aber ein Boykott bringt nichts für die Menschenrechte. Die Aufmerksamkeit, die Katar seit der Vergabe der WM erfahren habe, sei viel mehr wert als ein Boykott des Turniers. Journalisten und Medien begleiten sehr kritisch, was im Emirat geschieht.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

In unserer Streitsendung "Echt jetzt?" treffen die beiden aufeinander und tauschen 18 Minuten lang ihre Argumente aus. Wir möchten wissen: Wer hat Sie überzeugt? Wer hat die besseren Argumente? Wir freuen uns über Ihre Meinung im Kommentarfeld am Ende des Artikels!

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Echt jetzt? Überzeug mich in 18 Minuten!

Viel Emotion, viel Aufregung - aber Meinungen austauschen, über Argumente und auch deren Tauglichkeit reden? Eher selten. Das kommt Ihnen bekannt vor? Uns auch. Mit unserem neuen Format wollen wir das ändern. Wir wollen reden und sogar streiten – aber nicht übereinander, sondern miteinander: Zwei Personen mit zwei Meinungen gemeinsam in einem Gespräch. Und dann sind Sie dran: Wir sind sehr daran interessiert zu erfahren, was Sie über das Gehörte denken. Was Sie überzeugt hat, was nicht. Deshalb gehört zu jeder Folge auch die Möglichkeit, die Sendung und den Inhalt zu kommentieren.

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Ihre Kommentare Sollte die WM in Katar boykottiert werden?

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13 Kommentare

  • Boykott JA!
    Solche Massenveranstaltungen stabilisieren diktatorische Regimes. Was mich wundert, es wird auch kaum auf die stabilisierende Wirkung von 1936 für das NS-Regime verwiesen. Die Einstellung der Sportfunktionäre hat sich seitdem offenbar nicht geändert. Um Völkerverständigung geht es denen ganz sicher schon lange nicht mehr.

  • Unbedingt boykottieren! Boykott bedeutet finanzielle Einbußen und nur das ist es, was die Funktionäre der FIFA interessiert. Damit es in der Zukunft kein zweites Katar, und damit den Support eines totalitären Staates, geben wird.

  • Antwort von hr-iNFO an Klaus Lammer:

    Sehr geehrter Herr Lammer,

    mein Name ist Oliver Günther, ich bin einer der Redakteure von "Echt jetzt? Überzeug mich in 18 Minuten". Die "demokratische Diskussion" zu fördern und kontroverse Debatten aufzugreifen, ist absolut eines unser Anliegen. Unter anderm aus diesem Grund haben wir "Echt jetzt?" ins Leben gerufen. Und die von Ihnen genannten Themen kommen grundsätzlich auch für unsere Sendung in Frage. Wie Sie vielleicht wahrgenommen haben, hatten wir ja auch schon einen Gast aus dem Umfeld der "Querdenken"-Szene bei uns in "Echt jetzt?". Dass die Diskussion um die WM in Katar ein "Randthema" ist, sehe ich allerdings nicht so. Bei der anstehenden Fußball-WM 2022 handelt es sich um eine der größten Sportveranstaltungen weltweit und die sportpolitische Diskussion um die WM in Katar läuft nicht nur seit vielen Jahren, sondern hat zuletzt - mit Beginn der Qualifikationsrunde - nochmal an Intensität gewonnen.

    Beste Grüße

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