Ihre Kommentare Wer hat Sie überzeugt?

20 Kommentare

  • Deutlich wurde, dass das Grundproblem mit der Priorisierung geschaffen wurde und das ist jetzt nicht mehr weg zu bekommen. Dass Personen, von denen nach dem bisherigen Stand der Wissenschaft keine Gefahr mehr ausgeht, nicht mehr mit Einschränkungen belegt werden dürfen, die das Ziel haben, vor den nun nicht mehr bestehenden Gefahren zu schützen, folgt aus der Verhältnismäßigkeit.
    Insofern hat Sarah Bhatti stringenter argumentiert und auf Aspekte hingewiesen, die Karoline Preisler nicht wahrhaben will:
    Es ist etwas besonderes, keiner Ausgangsbeschränkung zu unterliegen, such bewegen zu dürfen
    Ja, die Alten haben den Krieg miterlebt, und das war schli. Nur ist das ein ziemlich schlechtes Argument, um jungen Menschen zu sagen, dass sie erst dann menschliche Bedürfnisse artikulieren dürfen, wenn sie auch durch so etwas gegangen sind. Darauf laufen nämlich die Argumente von Frau Preisler hinaus
    Danke für die Beiträge und das Format!

  • Mich hat Frau Preisler mehr überzeugt, obwohl sie an einer Stelle m. E. das falsche Argument für die richtige Folgerung gebracht und ein anderes gar nicht genannt hat: Der Punkt ist nicht, dass Geimpfte SELBST nicht mehr gefährdet sind, sondern dass sie (nach aktuellem Stand der Wissenschaft) ANDERE nicht mehr oder kaum noch gefährden. Der Grund für die Einschränkung war ja die Gefährdung ANDERER. Sich selbst darf jeder gefährden, z. B. wenn er eine Krebsbehandlung ablehnt. Ein im Podcast nicht genanntes Argument für das Aufheben der Beschränkungen für Geimpfte ist, dass es letztlich auch den (noch) nicht Geimpften nutzt, wenn dadurch Betriebe wirtschaftlich überleben, die sonst womöglich pleite wären, bis auch der letzte Willige noch geimpft ist. So profitieren auch die, die (wie ich) erst später an der Reihe sind, wenn es bis dahin den Friseursalon, das Restaurant oder das Geschäft überhaupt noch gibt! Also, gönnt doch Alten, Kranken, Pflegekräften etc. das bisschen Zeitvorsprung!

  • Antwort von hr-iNFO an Andreas Zimmermann,

    wenn uns jemand etwas schlichtweg Falsches unterstellt, dann reagieren wir. Ansonsten kann hier jeder seine Meinung - von uns unkommentiert - frei äußern.

    Viele Grüße aus der Redaktion

  • Rückantwort an hr-iNFO.

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Nun, es gibt in den Kommentare hier allerlei ungeheuerliche Vorwürfe (" 2-Klassen-Gesellschaft", "Keine Solidarität", "CDU fehlt Glaubwürdigkeit" [natürlich die bösen Rechten], "Fr. Bhattis kennt Grundgesetz nicht"). Nichts davon wird widerlegt. Nur der Vorwurf an hr-iNFO selbst und das heiße Thema AfD wird besprochen. Das ist zumindest interessant.

    Zum Thema Staatsfunk können Sie das Buch "Die Nimmersatten" von Hans-Peter Siebenhaar besprechen. Das wäre meines Wissens die erste Sendung, in der ein ÖR-kritisches Buch besprochen würde.

    Das Argument, Staatsferne sei gesetzlich festgeschrieben, ist schlecht. Nur weil es irgendwo steht, muss es noch lange nicht Realität sein. Der hr-iNFO ist staatsabhängiger als private Medien von Werbung, weil es zwischen jenen Medien und den werbenden Firmen Wettbewerb gibt. Und private Medien müssen sich ständig den Vorwurf ein Einflussnahme gefallen lasen.

    Wo sind denn AfD-Interviews?

  • Antwort von hr-iNFO an Andreas Zimmermann:

    Lieber Herr Zimmermann,

    eine Spitze gegen die AfD können wir nicht erkennen, die Autorin pflichtet ihr in diesem Punkt ja sogar bei.
    Was wir so nicht stehen lassen wollen, ist Ihre Bezeichnung als Staatsfunk:

    Dieser pauschale Vorwurf ist faktisch falsch. Die Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist gesetzlich festgeschrieben.

    Mehr dazu:
    https://www.ard.de/die-ard/wie-wir-funktionieren/Unsere-Werte-100 (Werte der ARD)
    https://www.ard.de/die-ard/wie-wir-funktionieren/gremien/Aufsichtsgremien-der-ARD-100 (Wer kontrolliert die ARD?)
    https://www.ard.de/die-ard/spezial/Die-ARD-und-ihr-Auftrag-100 (Auftrag der ARD)
    Erklärvideo: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-335007.html


    Wenn Sie unsere Berichterstattung aufmerksam verfolgen, dann sollten sie zudem auch bemerkt haben, dass wir mehrfach Kritik an den Regierungsmaßnahmen abgebildet und in Kommentaren geäußert haben. (siehe z.B.: Das Thema" heute)

  • Nein, mich hat sie ganz klar überhaupt nicht überzeugt.
    Obwohl ich selbst mich schon registrieren konnte. Finde ich das es keine vorzeitigen Rechte geben darf, bevor nicht jeder die Möglichkeit hatte sich impfen zu lassen.
    Es kann nicht sein, dass erst alle Rücksicht nehmen müssen auf ältere und Menschen mit Risiko, da soll man solidarisch sein.
    Und nun soll man wieder solidarisch sein und Geduld haben, denn es wären ja nur noch ein paar Wochen, naja dann gut, es wären auch für die wenigen geimpften und genesenen nur noch ein paar Wochen, solidarisch mit den jüngeren zu sein, wo ist hier die Solidarität und Rücksicht.
    Es kann nicht sein, dass gut 90 der Bürger solidarisch für 10 sein sollen, diese sollten jetzt auch noch ein wenig Geduld für die Gemeinschaft zeigen.
    Den das würde ein viel besseres Bild nach außen geben, und man kann auch nicht alles aufs alter schieben, den für junge Bürger waren auch die letzten Monate sehr hart und haben viele spuren hinterlassen..

  • Typisch feige FDP, die sich nur von der AfD distanziert, aber nicht von den ebenso radikalen anderen Parteien wie SPD oder GRÜNE oder der noch radikaleren LINKE.

    Die AfD war zu Beginn der Pandemie am drängendsten auf sinnvolle Maßnahmen wie Aussetzung der Flüge aus China oder Organisation von Masken. Später war sie kritisch gegenüber den offensichtlich zu strengen Maßnahmen und vor allem den sinnlosen EU-Wirtschafts"hilfen"; von der idiotischen Abgabe der Impfstoffbeschaffung an die EU ganz zu schweigen - alles Dinge, die der HR bis heute leugnet.

    Die billigen Spitzen gegen die AfD kann die FDP und müsste ein neutraler Staatsfunk sich sparen. Leider hat sich die mittlerweile ruinierte AfD in der Coronakrise zuverlässig idiotisch verhalten. Aber wenn man schon keine unabhängigen Medien hat, so ist es immerhin hilfreich, die Kasper von der AfD zu haben, die darauf hinweist, dass die Regierung nicht selten das Gegenteil von gestern sagt und fast mit all ihren Progonosen falsch lag.

  • Leider wird es in Zukunft eine Mehrklassengesellschaft geben in Deutschland, es gibt immer noch genug Menschen die sich nicht impfen lassen wollen und auch die dadurch entstehenden Einschränkungen, allein dadurch wird Covid/ Covid 19 in Zukunft immer geben und die ganze Gesellschaft muss damit leben in Zukunft mit allen Gefahren und Ängsten, egal wie viele sich impfen lassen oder nicht, eine Herdenimmonität wird es niemals geben, somit werden auch in Zukunft für alle gewisse Einschränkungen geben wie Masken tragen und Abstand halten, eine Zukunft wie vor 2019 wird es nicht mehr geben , eine sage ich; Der Drops ist gelutscht. Im Gegenteil in Zukunft werden die Gräben weiter aufgemacht zwischen den Gesellschaftsgruppen und jeder ist sich selbst der Nächste. Da bleibt nichts mehr von Alle Menschen sind gleich, dann gibt es nur noch die Gleichen und die Gleichesten. Mit der Seuche ist auch noch in 5-10 Jahren zu rechnen!!!Zukunft Szenario ins Jahr 2035: Mal schaun wie es ist????

  • Na prima, die 2 Klassen Gesellschaft ist jetzt Realität. Das bekomme ich als Ungeimpfter nun zu spüren. Dabei kann ich doch nichts dafür, daß ich zur Impfung noch nicht dran bin. Wo soll das noch hinführen? Bin ich Mensch 2. Klasse? Die Geimpften dürfen Muttertag fröhlich im großen Stil feiern. Und ich bleibe auf der Strecke.

  • Die Kinder und Jugendlichen haben es momentan nicht leicht, weil sie bisher in einer Zeit großer Freiheiten und Möglichkeiten leben durften. Doch halte ich das Gegeneinanderausspielen von den "Alten" und den "Jungen" für nicht gerechtfertigt und es spiegelt vielleicht auch die Realität nicht wieder. Wer heute über 80 Jahre alt ist ist, ist vor 1940 geboren. Machen die, die die heutige Jugend bedauern sich eigentlich klar, wass für eine Jugend diese Menschen hatten? Luftschutzbunker etc.? Und auch die etwas jüngeren, die in den 1950 Jahren in die Schule gegangen sind, wo noch ein sehr autoritärer Stil herrschte, und in Trümmerlandschaften gespielt haben, hatten eine Jugend, der gegenüber das heutige Kontaktbeschränkte virtuelle Leben nicht unbedingt als erstrebnswerte Alternative angesehen werden kann.

    Also bitte weniger Alt gegen Jung argumentieren, wir sitzen alle in einem Boot! Über jeden und jede, die jetzt wieder zusammenkommen dürfen, weil sie geimpft sind, sollten wir uns freuen

  • Ich finde es schon fast dreist, zu sagen, dass Jugendliche doch bitte keine Beschränkung der Lebensfreude der Großmutter von Frau Preisler fordern sollen, da diese ja nach dem Krieg gehungert hat. Was ist denn das für eine Logik und was für ein Vergleich?
    Ich bin selbst geimpft, aber trotzdem denke ich, dass ein gewisses Maß an Solidarität mit den jungen Menschen, die sich in dieser entscheidenden Zeit ihres Lebens so stark eingeschränkt haben, wichtig und grundlegend ist. Ob wir nun noch einige Wochen mehr oder weniger warten, bis alle wieder dieselben Rechte haben, macht nun auch keinen Unterschied mehr.

  • Die Journalistin fragt, warum Geimpfte ihre Grundrechte zurückerhalten sollen, wenn doch Kinder auch ungefährdet sind, aber ihre Grundrechte nicht erhalten. Beide vergessen, dass der Großteil der Deutschen nie gefährdet war, außer Alten und Vorerkrankten. Nach der Logik hätte man den Lockdown nie machen dürfen und lediglich Risikogruppen schützen müssen. Die Gründe für den Lockdown als auch für den Quasi-Impfzang sind ganz andere, weshalb mich wundert, warum die Journalistin ausgerechnet dieses schlechte Argument bringt.

  • Fr. Preislers Argument ist, das steht so im Grundgesetz.
    Fr. Bhattis Argument ist, ein 13-Jähriger fühlt sich neidisch.
    Klar, wer das Argument gewonnen hat.

    Warum kommt die Diskussion nie auf Wirtschaft? Hätten wir Ökonomie als Schulfach, dann verstünden sogar 13-Jährige, dass sie besser dran sind, wenn einige schon wieder Geld verdienen können und es nicht noch mehr Schulden gibt.

    Warum werden keine Konsequenzen für Verantworliche gefordert, wenn man sogar Zeit hat über Urlaub zu reden?

    Spieltheoretisch hätte man das Stufenspiel anführen können: Die Rechte sind ja bereits eingeschränkt. Da ist einigen nicht geholfen, wenn andere schon wieder ihre Rechte zurückerhalten. Siehe Dr. Zitelmanns Forschung, dass Deutsche besonders neidisch sind. Ursache ist u.a. der "Sozialstaat".

    Fazit ist gut gemeint. Aber warum hat sich Fr. Bhatti nicht als überzeugt gezeigt? Sie wurde klar widerlegt. Ist sie so von ihrem eigenen Geschwafel überzeugt, nicht mal das beste aller Argumente anzunehmen?

  • Nicht alle Lebensfragen lassen sich rechtlich klären. Auch wenn ich Rechte habe, kann ich deren Wahrnehmung im Interesse aller zurückstellen.
    Das ist für mich eine Frage solidarischer Haltung!

  • Wenn wir die Pandemie besiegen wollen, dann gibt es zum Impfen keine alternative.
    Was heißt denn Impfzwang? Wir unterliegen doch immer irgendwelchen Zwängen.
    Ich mußte z.B. 15 Monate meinen Wehrdienst ableisten, und finde es auch nicht als ungerecht, daß diese z.Z. ausgesetzt ist.
    Ich bin vom Impfen auch nicht begeistert, habe aber bereits meine Erste hinter mir.
    Es gibt nun mal Situationen, die besondere Maßnahmen erfordern!

  • Natürlich freue ich mich als Geimpfte über mehr Freiheiten und die Wirtschaft kommt vielleicht besser in Schwung. Aber ich kann den Unmut der Nichtgeimpften verstehen und das hat auch nichts mit Neid zu tun. Die Jugendlichen haben auf sehr viel verzichtet und auch die Zukunft ist für viele nicht so rosig wie Frau Preissler das behauptet, denn viele Zukunftspläne sind geschrottet.
    Jedenfalls müssten die Freiheiten auch für negativ Getetsete gelten und Tests jederzeit kostenlos möglich sein. Ein Restaurantbesuch mit Oma macht wenig Freude wenn mein Sohn zu hause bleiben muß. Leuten den Zugang zur Impfung zu verweigern ist schließlich auch ein Eingriff in die Grundrechte.
    Bleibt zu hoffen, daß Ausgangssperren und strenge Kontaktbescheänkungen bald nicht mehr nötig sind!

  • Wieder einmal eine hoch interessante Folge.
    Sowohl Frau Bhatti als auch Frau Preisler werfen wichtige Aspekte auf.

    Da es auch meiner Meinung nach nicht um Sonderrechte für Geimpfte geht, sondern um die Rückgabe der Grundrechte, überzeugen mich letztendlich die Argumente von Frau Preisler.

    Machen Sie weiter so, ein klasse Format.

  • Sarah hat mich mehr überzeugt. Ich bin vollständig geimpft und habe kein Problem damit so lange zu warten, bis alle ein Impfangebot erhalten haben. Die Politik sollte dass was eingangs versprochen wurde (keine Unterscheidung zwischen geimpften u. nicht geimpften) auch halten. Gerade die CDU hätte GLAUBWÜRDIGKEIT sehr nötig.

  • Genesene, geimpfte und negativ geteste Personen erhalten keine "Privilegien", sondern grundgesetzlich garantierte Grundrechte zurück, die ihnen qua Geburt zustehen und die vorübergehend entzogen oder eingeschränkt wurden. Wer dies als "Privileg" bezeichnet, scheint ein merkwürdiges Verständnis davon zu haben was Grundrechte bedeuten. Irritierend genug dass diese Grundrechte durch Gesetz bzw. Verordnung "zurück gegeben" werden müssen anstatt dass sie "automatisch" wieder zustehen.

    Wenn eine Person noch nicht geimpft ist, nicht geimpft werden kann oder sich nicht impfen lassen möchte: jeder und jederin kann sich testen lassen... und hat dann die gleichen "Privilegien". Wo also ist das Problem?!

    Deutschland, das Land der Dichter und Dichterinnen, Denker und Denkerinnen... und der Neider und Neiderinnen. Unfassbar!

  • Impfgegner riskieren nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern gefährden auch andere. Wenn sie der Ansicht sind, sich trotz eines Angebotes, bei vertretbaren Risiken, nicht impfen lassen zu wollen, dann müssen sie auch bereit sein, Nachteile für Ihre Überzeugung in Kauf zu nehmen. Sie belasten mit Ihrer Haltung unser Gesundheitssystem, das von uns allen finanziert werden muss und tragen dazu bei, dass sich die Krankheit weiter ausbreiten kann, womit für uns alle immer wieder Einschränkungen verbunden sein werden. Dieses Verhalten ist gelinde ausgedrückt unsozial gegenüber der breiten Mehrheit der Bevölkerung.
    Daher betrachte es nur als richtig, wenn geimpfte Menschen die ihnen entzogenen Freiheiten und Rechte zurückerhalten.

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