Ihre Kommentare Zusammenhalten in der Krise - Sollten Reiche jetzt mehr zahlen?

18 Kommentare

  • Der Staat hat kein Einkommensproblem. Es gibt nur ein Ausgabeproblem.

  • @ Niko aus Bensheim:

    Falsch. Wenn Deutschland wirklich so viel zu bieten hat, dann profitieren vor allem die Armen. Schließlich sind es die Reichen, die viel mehr Steuern zahlen, die 10 bis 20 Prozent länger arbeiten und von denen die produktivsten Ideen kommen.

    Steuersparmodelle sind tatsächlich unfair. Allerdings sind Entlastungen für Ärmere auch eine Art von Steuersparmodell. 50 Prozent aller Hessen zahlen - aus Gründen der Gerechtigkeit - gar keine Einkommenssteuer. Das reichste 0,1 Prozent zahlt 8 Prozent aller Einkommenssteuern. Das reichste 1 Prozent zahlt 20 Prozent. 10 Prozent zahlen 50 Prozent.

    Die Panama Papers sind überschätzt. Hessen entging laut ihnen gerade mal 3 Millionen Euro. Zum Vergleich: der HR gibt jedes Jahr 700 Millionen Euro aus. Hessen gibt 100 mal so viel aus für Flüchtlinge, wie Hessen durch Panama entging, nämlich 300 Millionen.

    Ich hasse auch Lobbyarbeit, aber hierbei ist der Staat das Problem, also die von IHNEN gewählten Politiker.

  • an Rudolf Tillig:

    Die Schere zwischen Arm und Reich geht NICHT seit Jahrzehnten auseinander. Armen geht es exponentiell immer besser. Noch vor 20 Jahren gab es kein Internet. Jetzt haben 90 Prozent aller Deutschen ein Smartphone und damit Zugang zu allem Wissen der Welt in Echtzeit. Auch in Punkto Zugang zu moderner Medizin, Vielfalt von Lebensmitteln und billigen Transportmittel (außer der schlecht bleibenden sozialistischen Bahn) geht es voran.

    Der Aspekt, dass sich Reiche ihren Finanzreichtum durch die Inflation aufblasen lassen und sich damit übermäßig bereichern, liegt nicht am Kapitalismus. Das liegt an der Zentralbankpolitik - also am Staat. Und BESONDERS der überschuldete Staat profitiert profitiert von diesem Betrug.

    Das korrupte Kartenhaus aus Inflation, Subventionen, Gewerkschaftsmafia und Steuerparadisen muss ein Ende haben. Das hat aber wenig mit freiem Markt zu tun.

  • Hallo,
    hier ein Kommentar zu den bisherigen 8 Kommentaren:
    Ich bin erschüttert, wie polemisch und ohne Fakten die meisten der Kommentatoren hier "argumentieren": einfach ideologische Behauptungen aus dem neoliberalen, konservativen Denkmustern aufstellen - genau das sollte eine solche Diskussion nicht hervorbringen, das kennen wir aus anderen sozialen Medien.
    Das hat dieses Format nicht verdient!
    Sehr Schade!

  • Wenn die Schere zwischen Arm und Reich beständig seit Jahrzehnten auseinander geht, dann geht etwas nicht gerecht zu. Es ist erwiesen, dass in Zeiten höchster Besteuerung das Wirtschaftssystem am besten unterstützt wurde. Und es ist eine Mär der Kapitalisten und Konservativen, dass niedrige Steuersätze für "Besserverdienende und Reiche die Wirtschaft ankurbelten. 70 Prozent Steuersatz ab einer zu berechnenden Größe auf ALLES wäre eine vorstellbare Lösung.
    Wir wollen uns von Abhängigkeiten befreien? Also muss Kapital ins eigene Land - auch für die Arbeitskräfte, die wir benötigen, um unser System so schnell wie möglich ökologisch umzustellen, für die Stärkung der Bildungseinrichtungen, für den Umbau der Infrastruktur.

  • Mantraartig in jedem Jahr wiederholt: "Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander." Und dazu: "Es findet eine Erosion der Mittelschicht statt."
    Welche Schlüsse MUSS man daraus ziehen - gerade in Zeiten von Krisen, die bekannte Entwicklungen noch verschärfen?
    Die Feststellung, dass es wohl einigen in unserer Gesellschaft "zu gut" geht, kann getrost getroffen werden. Dieses "zu gut" abzuschöpfen bis zum bloßen "gut", MUSS endlich angegangen werden.
    Wenn dies nicht allein über die Steuersätze geht - aber warum nicht? - dann ggf. über einen "Lastenausgleich 2.0". Alle Belasteten könnten über die Bilanzen nachweisen, ob sie die Wirtschaftskraft weiterhin besitzen oder ob sie zu den Pers. und Untern. gehören, die beim Abtrag des zuvor festgelegten Kapitals überfordert wären und Stundungen oder Schuldenerlasse ausgesprochen werden könnten.
    Ein Lastenausgleich hätte den smarten Vorteil, dass damit ein Hebel für eine x-fache Generierung von Kapital bei den Banken entstünde.

  • Reiche, besonders aber Superreiche im Milliardenbereich profitieren überproportional von allem, was Deutschland zu bieten hat:
    Infrastruktur, Bildungssystem für Arbeitskräfte, Verfassungsorgane, die den Reichtum und ihre Privatsphäre schützen.
    Reiche tragen sie relativ gesehen aber nur einen sehr kleinen Teil zur Gesellschaft bei:
    1)Sie zahlen weniger Steuern und Abgaben, denn Kapitalertragssteuern sind geringer als Steuern auf Arbeit.
    2)Zusätzlich haben die Reichen Zugriff auf Steuersparmodelle, die normalen Menschen verwehrt sind, (Wegfall von Grunderwerbssteuer bei Personengesellschaften oder Steuerbetrug ohne Folgen wie bei Mossack Fonseca/Panama Papers.)
    3) dieses Prinzip der Akkumulation von Reichtum verstärkt sich noch durch Lobbyarbeit bei Besteuerung, die Normalverdiener sich nicht leisten können.

    Im Art. 14 (2) GG steht: 1. Eigentum verpflichtet. 2. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

  • Zwar mag es einige wenige Reiche geben, die selbst eine höhere Besteuerung fordern. Aber es gibt keinen einzigen Staatsmediensteten, der weniger Staat fordert. Daran sieht man, dass der Markt das moralischere, dynamischere, lebendigere System ist. Die fetten, faulen Staatsbediensteten nisten sich im Steuersystem ein und hinterfragen nichts. Sie leben das "mehr, mehr, mehr", welches man den Kapitalisten zu unrecht vorwirft. Unternehmer hingegen haben Ideen und sind überhaupt erst produktiv genug, Alternativen schaffen zu können. Und natürlich zitiert der hr nie den Großteil der Reichen, die niedrigere Steuern fordern. Die Mehrheit!! der Reichen wird diskriminiert und verteufelt, während der hr ihnen nur Gehör verschafft, wenn es in die eigene Ideologie passt. Ganz schlimm.

  • Jens Borchers kann den sogenannten Ökonomen Marcel Fratzscher vom Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung so lange zitieren, wie er will - das macht Fratzschers Unsinn nicht relevanter. Das DIW ist eine staatsfinanzierte Einrichtung: klar erstellen die lediglich Forschungen, die dem Staat nützen. Das DIW hat, im Gegensatz zu den Experten der Österreichischen Schule, keine einzige Krise vorhergesehen, kann Finanzkrisen nicht mal erklären, tut nichts gegen die Abwanderung von Fachkräften und Konzernen, und hat nicht mal mittelfristig hilfreiche Tipps. Jens Borchers sollte selbst anfangen, Bücher über Ökonomie zu lesen; oder seine bisher gelesenen Bücher offenlegen. Ökonomie ist relativ einfach zu verstehen. Es sind staatsfinanzierte Fachidioten und abhängige Einrichtungen, die alles verkomplizieren und verdrehen.

  • Zusammenhalten soll laut dem hr bedeuten, manche Menschen noch stärker auszubeuten. Seltsames Verständnis von Gesellschaft.

  • Steuern besser senken.

  • Der HR ist sehr oberflächlich. "Das deutsche Steuerrecht sei ungerecht denn es bevorzuge die, die viel Vermögen haben." Was für eine Vereinfachung eines mehrstufigen Problems. Was für ein linker Populismus anstatt ökonomischer Grundbildung.

  • Durchaus eine führenswerte Debatte.
    Aber man könnte auch fragen: sollten Reiche jetzt weniger zahlen?
    Denn in jedem guten Ökonomiebuch steht, während einer Krise soll man deregulieren, damit der Markt möglichst dynamisch auf die Krise reagieren kann.
    Auch sollten nichts lebensnotwendige staatliche Programm vorübergehend beendet werden, damit die Ressourcen in die wichtigen Dinge fließen können.
    Wenn die Krise überwunden und Wohlstand geschaffen wurde, kann man diesen neu umverteilen und staatliche Programm wie Umwelt retten, Schlößer renovieren, Filme produzieren, Entwicklungshilfe zahlen wiederaufnehmen.

  • Ja, das deutsche System bevorzugt tatsächlich den, der viel Vermögen hat.
    Das ist aber nicht ungerecht.
    Im Gegenteil: ungerecht ist, ihm das wegzunehmen.

  • Nein! Nicht noch mehr Steuern!

  • Der Journalist hat nicht verstanden, dass DIE REICHEN schon lange nichts mehr zahlen. Die arbeiten in ihren steuerbefreien Konzernen, habt Ihr Geld in der Schweiz oder in Stiftungen und lassen sich ihren Wohlstand von der staatlichen Inflation aufblasen.

    Der Mittelstand zahlt die Steuern und ab dem 1,7 fachen Durchschnittslohn schon den Spitzensteuersatz. 11 Prozent aller Deutschen zahlen den maximalen Anteil von Steuern, während DIE REICHEN eigentlich nur das oberste 1 Prozent betreffen sollte.

    Und was ist eigentlich mit den Steuern, die die höchste Position in jedem Haushalt ausmachen? Selbst durchschnittliche Angestellte zahlen 70 Prozent Steuern. Kein Wunder, dass nix überbleibt.

    Es ist eine Scheindebatte zwischen ungebildeten Journalisten und fanatischen Politikern, die den Reichen nie auf die Schliche kommen. Hier kommt mit der Unternehmerin immerhin mal Sachverstand hinzu, obwohl nun wieder einen Monat lang Sozialstaatspropaganda folgen wird.

  • Welche Krisen haben wir denn?

    Armut? Wir haben keine Armutskrise. Selbst die Ärmsten leben heute gesünder und bequemer als John Rockefeller vor 100 Jahren oder Könige im Mittelalter. Grund dafür ist Medizin, Kühlschränke und Telefone - alles individuell erfunden und privatwirtschaftlich produziert und vertrieben.

    Finanzkrisen? Die sind vom Staat versursacht. Die Zentralbanken drucken Geld aus dem Nichts und schüren Inflation. Und der Staat erlaubt Privatbanken, Geld zu verleihen mit einer Mindestreserve von nur 2 Prozent, sodass jede Bank pleitegehen muss, die nicht mitspielt.

    Energiekrise? Nun, unsere Energiepolitik wird von Politikern entschieden. Unsere Energiekonzerne sind staatlich. Politik subventioniert erst, was sie später verbietet. Die Energiewende ist sozialistisch. Die Reichen sind nicht schuld.

    Wirtschaftliche Entwicklung? Die wird versaut durch Sozialismus, Überregulierung und hohe Steuern.

    Wir brauchen Freiheit und Markt!

  • Erstens sind die wirklich Reichen sind schon gar nicht mehr da, sondern dahin ausgewandert, wo man Produktivität und Wohlstand schätzt. So viel zu "Solidarität".

    Zweitens zahlt ein Reicher 1000 mal so viel Steuern wie ein Armer. Und über die Hälfte der Deutschen sind schon abhängig vom Sozialstaat. So viel zu "Ungerechtigkeit".

    Drittens ist nicht Ungerechtigkeit sondern Korruption unser größtes Problem. Massen an ungebildeten Politikern, unproduktiven Beamten, korrupten Gewerkschaften, sozialistischen Firmen und staatsnahen Konzernen verdienen sich eine goldene Nase, währen der Mittelstand 90 Prozent aller Arbeitsplätze stellt aber 25 mal so viel Unternehmenssteuern zahlt.

    Wir sollten denen, die es ehrlich verdienen, ihren Wohlstand lassen. Der Sog das Kapitalismus zieht über wenige Generationen so viele Menschen in den Wohlstand, so schnell kann der Sozialstaat gar nicht umverteilen, ohne gleichzeitig wohlstandschaffenden Strukturen zu zerstören.