Die Olympischen Ringe in Tokio.

Die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag, ist für eine Verschiebung der Olympischen Spiele auf nächstes Jahr. Dass der IOC erst in wenigen Wochen darüber entscheiden will, bezeichnet sie als "Hinhaltetaktik", die einen massiven Vertrauensverlust produziere.

Wegen der Corona-Krise sei eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio aus heutiger Sicht das Beste, sagte Freitag (SPD) in hr-iNFO. Für die Athleten sei die Lage aber nicht leicht. "Da zerplatzen gerade Lebensträume", so Freitag. "Die Sportler haben teilweise vier Jahre auf dieses Ereignis hin trainiert. Ich persönlich wäre sehr dafür, eine Verschiebung ins nächste Jahr zu planen, das halte ich für machbar."

Audiobeitrag

Podcast

Zum Artikel Dagmar Freitag: "Eklatantes Führungsversagen des IOC"

Dagmar Freitag
Ende des Audiobeitrags

Kritik übte die Vorsitzende des Sportausschusses am Internationalen Olympischen Komitee (IOC): "Diese Hinhaltetaktik des IOC produziert einen massiven Vertrauensverlust und zeigt auch ein eklatantes Führungsversagen."

Wegen des grassierenden Corona-Virus werden die Stimmen lauter, die eine Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio fordern, die am 24. Juli beginnen sollen. Nach einzelnen Sportlern hat mit Kanada inzwischen bereits das erste Land seinen Teilnahme abgesagt.

Sendung: hr-iNFO Aktuell, 23.3.2020, 6 bis 9 Uhr

Jetzt im Programm