Hand hält Ernährungsreport mit grünem Cover hoch

Nur noch bei knapp einem Drittel kommt täglich Fleisch oder Wurst auf den Tisch. Was den Deutschen sonst noch wichtig ist beim Essen, zeigt der Ernährungsreport der Bundesregierung.

Für den Ernährungsreport "Deutschland, wie es isst" wurden im November und Dezember 2018 rund 1000 Deutsche befragt. Aus ihm geht hervor, dass der Anteil an Menschen, die jeden Tag Fleisch konsumieren, gesunken ist. 2016 gaben noch 34 Prozent der Befragten an, täglich Wurst oder Fleisch zu sich zu nehmen, 2018 ist dieser Wert auf 28 Prozent gesunken. Dennoch gibt die Mehrheit der befragten Personen an, dass ihr Lieblingsessen Schnitzel, Braten oder Gulasch sei. Gerade mal zehn Prozent nannten Salat oder Gemüsegerichte ihre Leibspeise.

Es soll vor allem schmecken und gesund sein

Der Bericht zeigt auch, dass 39 Prozent der Männer jeden Tag Fleisch essen, bei Frauen sind es nur 18 Prozent. Weiterhin klein ist der Anteil an Vegetariern und Veganern, was jedoch auch eine Generationsfrage ist. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es fast doppelt so viele Vegetarier wie beim Durchschnitt der Befragten. Trotzdem sagen dei Viertel, dass weniger Fleischkonsum der richtige Weg sei. Allgemein gaben fast alle Personen an, dass Essen vor allem schmecken und gut für die Gesundheit sein soll. Für knapp die Hälfte ist aber auch eine einfache Zubereitung wichtig, der Trend geht entsprechend Richtung Fertiggerichte.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) steht derweil in der Kritik von Foodwatch und der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. Beide Organisationen kritisieren, dass die Ministerin wirtschaftliche Interessen vor Anliegen des Verbraucherschutzes und ökologische Ziele stelle. Klöckner spricht sich für die Selbstregulierung von Unternehmen aus, indem sie verlangt, dass Hersteller selbstständig und freiwillig Stoffe wie Zucker in ihren Produkten reduzieren sollen. Foodwatch erklärt, dass so ein Vorhaben "zum Scheitern verurteilt" sei.

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