Wolfgang Schäuble im Reichstagsgebäude.

Wer in den Bundestag einziehen möchte, muss erst einmal Mitglied einer Partei werden. Oder? hr-iNFO erklärt, was Voraussetzung ist, um in den Bundestag einzuziehen.

Wolfgang Schäuble, in Deutschland geboren, war 30 und CDU-Mitglied als er 1972 zum ersten Mal für den Bundestag kandidierte. Er erfüllte die wichtigsten Bedingungen, die das Bundeswahlgesetz im Paragraf 15 vorsieht:  Volljährigkeit, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und ein Wohnort in Deutschland.

Der klassische Weg ist über die Partei

In wenigen Fällen können Menschen durch ein Gerichtsurteil vom Wahlrecht ausgeschlossen werden. Etwa bei schweren Straftaten wie Hochverrat gegen den Bund, bei Fälschung von Wahlunterlagen oder Abgeordnetenbestechung.

Eine Parteizugehörigkeit ist nicht zwingend erforderlich für eine Kandidatur. Aber es ist der klassische Weg in den Bundestag. 

Per Erst- oder per Zweitstimme

Schon Monate vor der Wahl stellen sich Kandidatinnen und Kandidaten in Parteiversammlungen vor, werden auf Landesparteitagen in geheimer Wahl gewählt und nominiert.

Zugpferde wie Wolfgang Schäuble hoffen als Direktkandidaten auf die meisten Erststimmen im Wahlkreis. Die anderen werden über die sogenannten Landes-Listen gewählt. Entscheidend ist dann, wie viele Zweitstimmen die Partei holt.

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