Ihre Kommentare Sollte die Gastronomie auf 2G setzen?

8 Kommentare

  • Laut der Oxfordstudie ist die Viruslast bei Geimpften, die sich mit der Delta-Variante infiziert hatten, vergleichbar mit der von Ungeimpften. Entsprechend ist das Argument, dass man andere durch die Impfung schützt hinfällig. Der angestrebte Herdenschutz rückt damit in weite Ferne.

    Ich kenne viele (unabhängig ob geimpft oder ungeimpft), denen die ganzen Maßnahmen nur noch auf den Senkel gehen. Selbst Geimpfte haben keine Lust, sich ständig "ausweisen" zu müssen. Unsere Treffen finden deshalb zum größten Teil weiter in entspannten privaten Kreisen statt, wo keiner ausgeschlossen wird.

    Ich befürchte, dass das Ende der kostenfreien Tests vermutlich zu noch mehr 2G in der Gastronomie führen wird, da nur wenige bereit sein werden, 20 EUR zu zahlen, damit sie in ein Restaurant können. Glücklich werden dann die sein, die selbst gerne und gut kochen - und deren Freunde vermutlich auch :)

  • 2G in der Gastronomie ist ein nicht uninteressantes Nebenthema.
    Traurig, dass die wichtigen Dinge nicht besprochen werden dürfen.

  • Da die Politik zu wenig Arsch in der Hose hat, um eine Impfflicht durchzusetzen (wie war das doch gleich mit den Masern?), dann muss eben über 2G durchgesetzt werden. Von mir aus kann man das Hintertür nennen, aber sehe nicht ein, dass die Mehrheit der Gesellschaft durch ein paar Verwirrte gefährdet wird und auch noch denen Intensivbehandlung finanzieren soll!

    Was die Gastronomie anbelangt: Die Verluste werden sich in engen Grenzen halten. Die Impfverweigerer sitzen lieber zusammen in ihren Blasen, meditieren und trinken Kräutertee. Umsatzbringer sind sie nicht.

    Frau Inselkammer sollte mal ihre Kolleginnen und Kollegen danach fragen, wer mehr zum Geschäft beiträgt, die Esoteriker oder die "normalen" Gäste.

  • Nein denn geimpfte können genauso wie nicht geimpfte denn Virus weiter verbreiten und das ohne das sie überhaupt getestet werden vielleicht ist der geimpfte etwas besser geschützt aber kann immer noch andere anstecken das ist völlige Sinnlosigkeit und eine provozierende volksspaltung die gewollt ist

  • Erstmal vielen Dank für die sachliche Diskussion. Ich verstehe die Einstellung von Oliver Günther, aber die Argumente von Frau Inselkammer sind für mich nachvollziehbar. Die Gastro hat gute Konzepte und sind nicht Pandemietreiber. Solange so getan wird, dass am Arbeitsplatz und in der Schule keine Pandemie herrscht, ist es nicht vermittelbar 3G in der Gastro nicht zu tun. Ebenso Fußballstadien mit 3G zu füllen. Schüler der Durchsuchung wissentlich auszusetzen ist für mich viel schlimmer.

    Zudem tue ich mir schwer mit der Argumentation, dass man sich habe impfen lassen, um das wieder zu dürfen. Für mich heißt das, ich habe das nur getan um für mich wieder Annehmlichkeiten nutzen zu können. Ich habe es zuerst gemacht, um mich und andere zu schützen. Ich habe keine Angst mit 3 G ins Lokal zu gehen, sofern man dort ein Konzept hat, das mir ausreichend erscheint.

  • Für mich war interessant, dass Frau Inselkammer betont hat, dass ihr Personal geimpft ist. Es scheint ihr also für Leute, für die sie verantwortlich ist, wichtig zu sein. Außerdem war es meiner Meinung nach widersprüchlich von ihr, zu sagen, dass ein Treffen zu Hause gefährlicher sei als 3G im Restaurant. Wenn man sich mit 6 Leuten zu Hause trifft, von denen man weiß, dass sie alle geimpft sind, ist für mich das Risiko kleiner, als wenn ich ins Restaurant gehe, wo auch "nur" getestete Menschen im gleichen Raum sind.

    Und warum können wir nicht endlich alle einsehen, dass man in einer Pandemie im Zweifel besser auf Nummer sicher gehen sollte? Wollen wir nicht alle, dass wir in eine (vielleicht illusionäre) Welt "danach" kommen? Das geht nicht, wenn man das Risiko bewusst hochhält, nur um vielleicht mehr Umsatz mit Getesteten zu machen. Denn dann droht wieder ein Lockdown, weil sich immer neue Virusvarianten entwickeln können.

  • Ein tolles Format, dass die Argumente verschiedener Seiten in einer respektvollen Diskussion aufdeckt (Für meinen Geschmack dürfte es länger als 18 Minuten sein :).
    Damit bleibt Raum für Ambivalenz. Auch ich würde mir 2G vor allem in Innenräumen wünschen, kann aber verstehen, wenn eine Branche, die so lange Zeit gelitten hat, nicht bereit ist, die Aufgabe der Politik zur Impfüberzeugung oder sogar Impfpflicht zu übernehmen. Auch in meinen Augen ist das die Aufgabe einer (mutigen) Regierung.

  • Sehr geehrter Herr Günther,

    in Ihren Streitgespräch heute morgen mit Frau Inselkammer möchte ich Ihnen mitteilen, dass Ihr Gespräch zu oberflächlich gehalten wurde. Dazu meine Meinung:

    1. Zwei G- gibt es nur auf dem Papier und nicht in der Praxis.

    Begründung: Von Covid Genesene dürfen gemäß Bundesverordnung nur ein halbes Jahr Genesene sein. Danach müssen sie geimpft werden, oder der Genesenenstatus wird wieder aberkannt.

    2. Die Impfung schützt nicht vor einer Covidinfektion und einer Coviderkrankung.

    Begründung: Nur vom eigenen Immunsystem gebildete Antikörper können vor Covid schützen. Es ist dabei egal, ob die Antikörper als Reaktion auf eine Impfung oder nach einer durchgemachten Coronainfektion aufgebaut wurden. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten und nicht nur eine.
    Die vom Staat verkürzt herausgegebene Parole: Nur die Impfung schützt uns alle vor Corona ist falsch. Es muss heißen: Nur eine angemessene Anzahl Antikörper im Immunsystem schützt uns alle vor Corona.

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