Ein Sangria-Eimer mit Strohhalmen am Strand von Arenal

Mallorca kämpft weiter gegen sein "Ballermann"-Image. In der Hauptstadt Palma ist "Sangria to Go" nun in der Hauptsaison tabu. Dem uneinsichtigen Party-Volk drohen empfindliche Strafen.

Mallorca-Urlauber müssen sich auf neue Regeln in den Partyzonen der Inselhauptstadt Palma einstellen. Der Beschluss der Stadtverwaltung betrifft vor allem den Alkoholkonsum auf offener Straße.

Polizei-Kontrollen angekündigt

In der Hauptsaison zwischen April und September gilt nun: Niemand darf mehr mit Bier, Sangria oder Cocktail in der Hand auf offener Straße unterwegs sein – und zwar an der Playa de Palma, wo sich besonders viele Partylokale befinden, aber auch in der Innenstadt von Palma und am Hafen.

Besucher dürfen nur noch in den Kneipen Alkohol trinken oder in Außenbereichen der Lokale, die von der Straße zum Beispiel durch einen Zaun getrennt sind. Die Polizei von Palma werde genau kontrollieren, dass die Regeln eingehalten werden, sagte ein Sprecher dem ARD-Studio Madrid.

Geldbußen von bis zu 3.000 Euro

Werde ein Gast mit Alkohol auf der Straße erwischt, müsse er eine Strafe zahlen – genauso wie das Lokal, das das Getränk ausgeschenkt hat. Im Gespräch sind Geldbußen von bis zu 3.000 Euro. Die neuen Regeln sehen außerdem ein Werbeverbot für Alkohol vor: Kneipen dürfen zum Beispiel keine Werbeflyer mehr für Happy Hours verteilen.

Die Stadt Palma versucht seit Jahren, durch neue Auflagen Alkohol-Exzesse in den Partyzonen einzudämmen. So gilt seit längerem schon ein Alkoholverbot am Strand. Doch Anwohner beklagen sich weiterhin über Lärm durch Sauftouristen und dass die Polizei die bisherigen Regeln nicht gut genug kontrolliere.

Sendung: hr-iNFO, 01.03.2019, 9.20 Uhr

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