Ihre Kommentare Wäre ein Wahlrecht ab 16 sinnvoll?

33 Kommentare

  • Was soll man zu dem Thema groß sagen. Gefühlt hat die Jugend nicht nur bereits Einfluss in die Politik, sondern auch leidet unsere Gesellschaft, besonders die polit-mediale Klasse an Infantilismus. Sie verleugnet viele Fakten, redet dauernd über Gefühle und ist zu schnell beleidgt.

    Wenigstens gibt es erfrischend viele Kommentare, die auf Ungereimtheiten in dieser Debatte hinweisen. Besonders der alles überschattende Klimawandel wird endlich mal kritisiert. Warum gibt es solchen Austausch eigentlich nicht On Air zwischen Journalisten und Experten sondern nur in Kommentaren?!


    Anmerkung der Redaktion: Wir machen zu jeder Sendung einen Nachklapp "Echt jetzt? Eure Meinung", in dem wir auf die Kommentare unserer Hörerinnen und Hörer eingehen.

  • @ Serafina

    Ich stimme Ihnen zu. Jonathan ist ein Musterbeispiel für engagierte Jugend.

    Ich widerspreche allerdings, in den Kommentaren würden sich "KlimaSkeptiker" tummeln. Ich habe mir jeden einzigen Beitrag durchgelesen. Kein einziger leugnet den Klimawandel.

  • Die ignoranten und arroganten Kommentare meine Vorredner:innen schockieren mich. Faust ist ein Beispiel für eine sehr politisierte Jugend, die ihren Protest auf die Straße trägt und dabei viel weitsichtiger agiert, als das viele Politiker:innen tun. Faust Dummheit vorzuwerfen, versucht sein Argument per se zu delegitimieren. Fakt ist, dass die Jugend von den heute getroffenen Entscheidungen am meisten betroffen ist - und sie aktuell nicht mitbestimmen kann. Unabhängig vom Argument parteipolitischer Vereinnahmung der Forderung eines Wahlalter 16 ist das Ganze in Hessen eine rechtliche Frage. Der Gesetzgeber ist in der Pflicht, den Ausschluss hinreichend zu begründen. Diese hinreichenden Gründe sind nicht gegeben. Die Unkenrufe meiner Vorredner:innen erinnern an die Abgesänge auf die Demokratie, als das Wahlalter von 21 auf 18 abgesenkt wurde. Die Mischung auf Klimaleugnung, Verschwörungserzählungen und Medienskepsis macht Ihr Argument nicht stärker.

  • Vorbereitung und Begleitung von Seiten der Schulen bei der ersten politischen Mitsprache finde ich gut. Da gibt es die Chance an einer konkreten Lebenswirklichkeit politische Mitverantwortung und Debattenkultur kennen zu lernen und einzuüben. Das gilt ganz besonders für die Jugendlichen, die sowas nicht von zuhause mitbekommen und am Gymnasium fit gemacht werden. Euer faktencheck wirkt in der Richtung zu kurz gedacht.

  • Spannender Beitrag, vielen Dank. Hat mich zum Nachdenken angeregt. Liebe Grüße, T. Mann, Fulda

  • Wenn das Wahlrecht an Bildung, Klugheit oder Nicht-Naivität gekoppelt wäre, dürften auch viele Erwachsene nicht wählen. Niemand kann ernsthaft wollen, dass man erst seine Wahlfähigkeit beweisen muss, bevor man politisch mitbestimmen kann - wie sollte das auch gehen? Meine Erfahrung ist, dass junge Menschen, die sich einbringen wollen, sich auch informieren. Und übrigens: Ich kenne viele Jugendliche und Kinder, die ausgewogener, fairer und wertschätzender kommunizieren als einige Leute hier in den Kommentaren. Vielleicht hilft es, mal ernsthaft MIT jungen Menschen zu reden statt ÜBER sie - das tut beiden Seiten gut, auch in der Politik.

  • Leider kein besonders inhaltsreiches Gespräch, wenn auch ich über ein paar Dinge so noch nie nachgedacht hatte. Komischerweise überzeugen mich weder Herr Borchers noch Herr Faust. Dem Jungspund kann man immerhin zu Gute halten, dass er für seine Überzeugung eintritt. Bei Herrn Borchers weiß ich nicht, wo ich bei ihm bin. Einfach nur Demokrat zu sein, reicht nicht. Wir leben ja nicht in einer reinen Demokratie, sondern in einem 3-gliedrigen System aus Rechtsstaat, Markt und Demokratie. Wo sieht denn Herr Borchers sowohl grundsätzliche als auch derzeitige Defizite? Ich bin grundsätzlich für mehr individuelle Freiheit. Es geht überhaupt nicht, dass wir 70 Steuern und Abgaben zahlen und eine Staatsquote von 50 haben. Ganze Branchen wie Bildung und örtliche Wasser- und Stromversorgen sind staatlich. Dann halbstaatliche Bahn, Gesundheit, Finanzen und Medien. Was wissen denn 16-jährige, geschweige denn 14-jährige hierüber?! Klima wird völlig überschätzt.

  • Ich bin sehr beeindruckt von Jonathan und wie gut er sich mit seinen 17 Jahren politisch auskennt und sogar Klage einreicht und sich somit mit juristischen Themen auseinandersetzt. Ich habe mit 17 Jahren überhaupt kein politisches Interesse gehabt, daher finde ich das sehr erstaunlich. Meinen vollsten Respekt daher für diese gute argumentative Leistung, das muss erst mal jemand nachmachen.

    Ansonsten finde ich es ja ziemlich interessant, dass sich hier in den Kommentaren einige KlimaSkeptiker tummeln. Wirkt so, als hätte jemand dazu aufgerufen hier direkt zu kommentieren und Einfluss zu nehmen. Besonders bizarr, wenn gerade Katastrophen in Deutschland stattfinden, die eindeutig mit dem Klimawandel zu tun haben. Aber manche Menschen sperren sich eben vor jeglichen Realitäten.

  • Offensichtlich ist Jonathan Faust ungebildet und naiv. Angesichts der grundsätzlichen Klimahysterie (inklusive des hr-Journalisten) passt der Siebzehnjährige leider gut zum Durchschnittswähler. Ich wünschte, der normale Hesse wäre so viel gebildeter und gewiefter im Umgang mit der politische Klasse, besonders der teilweise seit einem Jahrtausend regierenden Machtelite.

    Faust glaubt wirklich, die junge Generation habe den Klimawandel auf die Tagesordnung gebracht. Dabei hat die Machtelite immer schon Wissenschaft und Pseudyowissenschaft instrumentalisiert (und auch mal die Wahrheit gesagt, wenn es ihr nutzte). Die Klima-Agenda wurde bereits 1963 durch den adeligen WWF und 1001 Club gestartet. Und die Kommunisten lernten spät aber noch rechtzeitig, angeblich grüne Parteien zu unterwandern. Wir brauchen derzeit eine wissenschaftliche Debatte und keine Panikmache. Jugendliche sind dazu leider nicht im Stande.

  • Von mir aus können 16-Jährige bei der Bundestagswahl wählen. Die ist unwichtig. Da kann man sowieso nichts ändern. Die Kandidaten werden von Elitenetzwerken bestimmt und ausländischen Geheimdiensten abgesegnet. Lokal hingegen kann man etwas ändern, beispielsweise weniger sozialistische Regierungen wählen, die mit der Restfreiheit, die wir in Deutschland noch genießen, für ein bischen Steuerwettbewerb sorgt. Damit könnten wir StartUps ermöglichen oder den Niedersachsen und Schwaben die Fachkräfte abwerben. Also, liebe Kinder: wählt Eure linken Merkels und sozialistischen Baerbocks. Aber lasst uns vor Ort in Ruhe. Deutschland ist sowieso ruiniert und das EU-Imperium als Vorstufe zur Weltregierung kaum noch aufzuhalten.

  • Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung vom Thema Klimawandel. Das scheinen Hr. Borchers und Hr. Faust aber auch nicht wirklich zu haben. Dafür ist die Diskussion viel zu fachfremd und einseitig. Ein Wahlrecht ab 16 so stark von diesem einen Thema abhängig zu machen, ist unklug von Hr. Faust. Und "mitreden wollen" ist auch kein gutes Argument. Auch Kleinkinder wollen überall mitreden, was nicht heißt, man solle ihnen auch nur die Hoheit über das Abendessen überlassen. Hr. Faust hätte beweisen müssen, dass er es kann, nicht dass er es will. Ich lehne es ab.

  • Ironisch, wie der hr-Moderator dem jungen Mann vorwirft, manipulierbar zu sein, aber der hr selbst einer der größten Manipulatoren beim Klimawandel ist. Der Klimawandel ist völlig übertrieben und wir haben noch Generationen Zeit (während die Amerikaner und Chinesen unsere Industrie stehlen). Klar müssen wir etwas tun - und der hr könnte damit anfangen, einen einzigen klimakritischen Wissenschaftler zu interviewen (immerhin ist das die Mehrheit aller Wissenschaftler, wenn auch nicht die Mehrheit der kleinen Gruppe der sogenannten Klimawissenschaftler). Soweit ich weiß, hat der hr noch nicht einen einzigen unabhängigen Wissenschaftler mit abweichender Meinung interviewt. Und das, obwohl selbst unumstrittende Fachleute darauf hinweisen, dass die politische Deutung der IPCC-Klimaberichte im völligen Gegensatz zum Inhalt der IPCC-Klimaberichte steht. Nicht mal das scheint der junge Jonathan Faust zu wissen, was nicht gerade für die Absenkung des Wahlalters spricht.

  • Der Jungwähler hat gezeigt, dass er von folgenden Themen KEINE Ahnung hat (weil er sie falsch interpretiert oder komplett vernachlässigt): Klimawandel, Physik, Geschichte, Wirtschaft, Psychologie.
    Von Politik scheint er ein bischen Ahnung zu haben, weil über das Thema immerhin reden kann. Allerdings iust es sehr oberflächlich. Vermutlich wiederholt er einfach, was er in Tagesschau und seiner Filterblase aufgeschnappt hat.
    Wenn das Hauptproblem ist, dass Menschen mit 16 Jahren noch nicht reif und klug genug sind, um an Demokratie teilnehmen zu können, dann muss man das ihnen übrigens genau so mitteilen! Hier hat der Journalist versagt.
    Jemand der dumm ist, weiß nichts von seiner Dummheit. Es ist wie bei Rumsfeld Unknown Unknowns. Wenn man nicht weiß, dass man etwas nicht weiß, dann ist das noch schlimmer, als wenn "Ich weiß, dass ich nichts weiß", wie bei Platon.

  • Irrelevantes Thema - und dabei noch versagt, einen 17-Jährigen zu überzeugen.

  • Angesichts den grottenschlechten und unausgewonenen Programms des hr-iNFO ist eine solch ungebildete, panische, überhebliche Jugend nur logisch. Selbstverständlich ist ein Wahlrecht ab 16 nicht sinnvoll und es gruselt einen bei den Worten dieses Schülers. Aber der hr ist selbst verantwortlich für diesen Sektenanhänger der Klimaapokalypse.

  • Ich glaub, hier wird eher der IQ auf 16 gesenkt als das Wahlalter.
    Sicherlich nur Zufall, dass er mit 16 nur mitwählen aber nicht beim Krieg mitschießen, bei Steuern mitzahlen und beim Thema Klimawandel mit selbst angelesenem Fachwissen mitreden will.

  • Also wenn das hier die Kinder sind, die mitregieren wollen, dann Nein Danke. Völlig in Klimapanik verfallen. Keinmal das Wort Freiheit oder freier Markt gesagt. Nicht den linken Zeitgeist oder das schleichende EU-Imperium kritisiert. Mitreden wollen, aber keine Ahnung haben. Des hammer gern.

  • Das überzeugendste Argument von Jonathan Faust war, dass einige Bundesländer das Alter bei Kommunalwahlen bereits auf 16 Jahre gesenkt haben.

    Das ist aber nicht unbedingt ein gutes Argument.

    Erstens können sich die Verantworlichen auch einfach mal geirrt haben (weshalb es in Hessen wieder zurückgenommen wurde).

    Zweitens kann es auch Lobbyarbeit von jenen (linken) Parteien sein, die davon besonders profitieren. Schließlich sind Jugendliche stärker geprägt in der psychologischen Persönlichkeitseigenschaft 'Offenheit', die nach Studien eher auf politisch links sein zutrifft. Auch zahlt nur eine Minderheit (!) von Jugendlichen Steuern, was sie korrupt für linke Sozialstaatspolitik macht.

    Und das war Fausts bestes Argument! Nix von wegen: ich bin frei und will über mein Leben selbst bestimmen. Nix von wegen: Jugendliche sind genauso klug, beherrscht und erfahren wie Erwachsene. Denn bei beiden wüsste jeder, dass es Quatsch ist.

  • Das Fazit sagt alles: der linke Klimaaktivist hält die Diskussion für "cool".

    Da hat aber sein Gegenüber seinen Job nicht gemacht, ansonsten wäre der Schulschwänzer wohl beschämt und wütend auf sich selbst.

    Mein Fazit: HR-Journalisten können nicht mal gegen 17-jährige Schüler gewinnen. Bei der Debatte, ob das Wahlalter auf 18 bleiben oder 16 gesenkt werden soll, lässt sich der HR-Journalist auf 14 herunterhandeln.

    Auf den Vorwurf der verhinderten Klimakatastrophe bringt der HR-Journalist kein einziges Argument, dass es gar keine Klimakatastrophe sondern nur ein leichts Problem gibt, bei dessen Lösung nicht zuletzt die Lektüre eines Ökonomiebüches helfen könnte.

    Kein einziges Argument von Jens Borchers überzeugte den Fridays-For-Fachkräfteabwanderung-Schüler ein. Entweder der Schüler hat nicht zugehört, dann war es keine ergebnisoffene Debatte. Oder der Journalist hat keine guten Argumente. Oder der Schüler kann nicht denken, was gegen ein Wahlalter unter 18 Jahre spricht.

  • Herr Fausts Hauptargument scheint zu sein, man müsse Jugendliche an die Demokratie heranführen. Herr Borchers scheint nicht geübt im Debattieren zu sein, ansonsten würde er dieses Argument mit seinem besten Argument zu widerlegen versuchen und nicht (oder zumindest nicht sofort) unbedingt auf das beste Hauptargument des Gegners einzugehen versuchen.

    Davon abgesehen "führen wir" auch bei keiner anderen Sache Neulinge "an etwas heran". Autofahrer müssen u.a. einen Führerschein machen und dürfen eben nicht einfach losfahren oder jeden Tag eine Minute fahren oder jeden Tag nur 10 Kilometer fahren. Seinen Job muss man sich durch Qualifikation erarbeiten und ein gewisses Alter erdulden und darf nicht als KfZ-Mechaniker oder Manager eben mal so ein bischen mitarbeiten. Ein Lehrer wird man durch Bildung und Reife, für die ein gewisses Alter biologisch und erkenntnistechnisch notwendig sind. Das Heranführen ist ein Mythos.

  • Bei 18:30 Min. das nächste schlechte Argument von Jonathan Faust: wegen dem demografischen Wandel werden Kinder und Jugendliche eine Minderheit. Hier ist der angeblich so eigenständige, reife, gebildete Jonathan Faust aber sehr geprägt vom linken Zeitgeist. An einer Minderheit ist nichts schlechtes. Dann ist man eben eine Minderheit. Deswegen hat man noch lange keine Sonderrechte. Steuerzahler sind übrignes auch eine Minderheit. Vielleicht sollten die 2 Stimmen bekommen, damit sie nicht länger so ausgeplündert werden. Es spricht ein grässliches Misstrauen gegen Alte aus dem Glauben, eine minderjährige Minderheit (die es übrigens schon seit Jahrhunderten in wohlhabenden Gesellschaften gibt) sei den Alten schutzlos ausgeliefert. Was glaubt der Junge eigentlich, für wen arbeiten seine Eltern und Großeltern und für wen treffen sie die politischen Entscheidungen!?! Wären die Alten so egoitisch, dann würden Kinder als Sklaven arbeiten und nicht im Staatsfunk interviewt werden.

  • Alleine die Meinung des Jungwählers zum Klimawandel ist dermaßen disqualifizierend. Wer schon vom Klimawandel so wenig Ahnung hat, der kann unmöglich beim Rest richtig liegen. Der Journalist hätte fragen sollen, welche Fachbücher er zum Thema Klimawandel, Politik, Wirtschaft, Psychologie, Philosophie und Geschichte der gelesen hat.
    Es gibt zwar einen Klimawandel, der zu einem kleinen Teil menschenverursacht ist. Aber es gibt laut der Fachliteratur keine Krise. Wir haben alle Zeit der Welt, die Wirtschaft umzustellen. Alleine E-Autos, die bald sowieso günstiger als Verbrenner sein werden, werden einen großen Unterschied machen. Wenn wir Glück haben, dann werden unsere halbsozialistischen Gewerkschaften die E-Autos nicht länger blockieren und noch einige wenige Arbeitsplätze im Land lassen, damit wir uns Klimaschutz leisten können.
    Ich hatte mich auf die Debatte gefreut, aber dies ist enttäuschend. Eine Debatte ist mir 18 Minuten viel zu kurz, aber ich hielt sie nur 15 Minuten aus.

  • Erst nach 14 Minuten spricht Herr Borchers das stärkste Argument gegen Jungwähler an: nur 2 Schulstunden pro Woche für Politik und Umgang mit sozialen Medien. Sprich: keine Ahnung von gar nix.

    Wäre Herr Borchers wirklich am Gewinn der Debatte interessiert, hätte er das Argument schon nach 10 Sekunden gebracht und jede Minute wiederholt. Er hätte dabei manchmal gelacht, wäre stets freundlich geblieben und hätte es mit Sachargumenten gefüttert.

    Allerdings scheint Herr Borchers (unterbewusst?) an der Normalisierung linker Meinungen interessiert zu sein. Und an der Heranführung des jungen Publikums an der HR.

    Mein Problem ist weniger fehlende politische Bildung. Demokratie ist leicht zu verstehen. Mein Problem ist eher, dass deutsche Schüler überhaupt keine Ahnung von Wirtschaft haben. Außerdem haben sie ein falsches Bild von Geschichte und bekommen die EU verherrlicht. Von Klimahysterie ganz zu schweigen. Nicht das Wählen der 16-Jährigen wäre mein Problem, sondern das Wahlergebnis!!!

  • Dieser Bubb widerspricht sisch, gäh.

    Einerseits behauptet er, Kinder (!?) und Jugendliche erhielten stärker als jemals (!?) den Eindruck, Politik sei nur etwas Erwachsene.

    Andererseits behauptet er, seine Generation hätte den Klimawandel zu dem zentralen Thema gemacht und das hätten die Erwachsenen nicht alleine (!) geschafft.

    Ei was dann jetzt? Hat die Jugend keinen Einfluss? Oder hat sie gerade die Agenda bestimmt?

  • Der junge Jonathan Faust behauptet, es lohne sich darüber nachzudenken, ob man das Wahlrecht auf 16 und sogar auf 14 senkt. Schön und gut. Aber denken muss man dann in beide Richtungen: Pro und Contra. Leider hören wir von Jonathan Faust keinen einzigen Contra-Gedanken. Er zitiert auch kein Gegenargument von jemand anderem, der darüber nachgedacht hat. Dieses "Denken" scheint mir ein Vorwand zu sein für seine eigene ideologische Agenda. Ein gutes Argument habe ich in dem ganzen Interview nicht gehört. Es scheint, Jonathan Faust ist noch überforderter als das Thema irrelevant. Vielleicht können wir jetzt mal eine ergebnisoffene Debatte mit qualifizierten Denkern zu etwa wirklich Wichtigem haben. MfG D.Schulze

  • Anstatt dem Jungen diesen Unsinn auszureden, kitzelt man aus ihm heraus, seine Maximalforderung sei das Wahlrecht mit 14. Das ist natürlich geschicktes Priming. Bei einer Forderung nach Wahlrecht mit 14 Jahren klingt Wahlrecht mit 16 eigentlich wie eine gemäßigter Kompromiss. In welchem Film bin ich hier eigentlich. Gibt es auch mal ein Gegenargument zu diesem Unsinn?

  • "Jetzt gerade kriegen Kinder und Jugendliche den Eindruck, dass Politik nur für Erwachsene ist."

    Zunächst ist es vermessen, wenn dieser junge Mann für seine ganze Generation spricht. Er soll mal halblang machen mit solchen Aussagen. Liest er überhaupt ideologisch abweichende Zeitungen?

    Noch nie war Politik so auf Kinder und Kindermeinungen fokussiert. Gerade wurden in der hessischen Verfassung "Garantie der Kinderrechte" in Stein gemeißelt, obwohl es gar keine "Kinderrechte" geben kann.

    Nicht seit der kommunistischen Instrumentalisierung von Kindern gegen die alte Ordnung wurde so viel auf Kinder gehört. Die neuen Volkshelden sind Greta Thunberg und Luisa Neubauer und die sind 18 und 25 Jahre und werden uns wie Philosophen vorgeführt.

    Es ist eher umgekehrt: Linke Politik nimmt Kinder für jeden Staatseingriff her und DADURCH erhalten Jüngere den Eindruck von falscher Wichtigkeit.

    Wenn Hr. Faust nicht mal den Eindruck einschätzen kann, wie soll das erst beim Thema selbst sein?!

  • Nach dieser Diskussion bin ich gegen ein Wahlrecht ab 16.

    Aber ich bin dafür, dass der hr nur noch 16-jährige Journalisten einstellt. Wie sich der erfahrene Journalist am Nasenring durch die Manege ziehen lässt, ist atemberaubend.

    Dann wäre der hr wäre zwar noch linker und noch grüner, was kaum möglich scheint. Aber immerhin würde es diesem linkskonservativen, verkrusteten Verein neues Leben einhauchen.

  • Das Hauptargument gegen Wahlrecht mit 16 ist fehlende Reife und fehlende Bildung. Warum wird dieses Argument nicht immer wieder in die Gehirne der Zuhörer gehämmert?

    Natürlich wäre es gut, dieses Hauptargument würde angesichts der vielen falschen und oberflächlichen Behauptungen des jungen Mannes vorgeführt. Aber man kann ja nicht zu viel erwarten.

  • Wahlrecht für 16-Jährige zum Ausgleich von grundsätzlich zu geringer Wahlbeteiligung ist ein schlechtes Argument. Denn ein Wahlrecht bedeutet ja nicht zwingend, dass anschließend 100 aller Jüngeren wählen. Der junge Mann müsste Statistiken vorlegen, nach denen Jüngere häufiger wählen. Das tut er nicht. Nach seiner Logik wäre Wahlrecht für Jüngere übrigens zwingend zu vermeiden, wenn diese Statistiken besagten, dass Jüngere sogar seltener wählen. Und nach seiner Logik wäre Wahlrecht für Jüngere egal, wenn diese Statistiken besagten, dass Jüngere gleichhäutig wählen, woran man erkennen kann, wie absurd dieses Argument ist. Warum widerlegt der Journalist dieses schlechte Argument eigentlich nicht? Da verwundert die jugendliche Überheblichkeit nicht.

  • Ich wäre für ein Wahlrecht nur für Steuerzahler.

  • Bei unserem sozialistischen Bildungssystem und linksideologischen Massenmedien sollte man sich überlegeben, ob man das Wahlalter nicht auf 30 Jahre hochsetzt.

    Ich wählte mit 18 Jahren GRÜNE, weil ich jung und links war.
    Noch mit 23 Jahren wählte ich Merkel, weil sie eine Frau war.
    Derzeit wähle ich FDP und AfD, weil ich ein paar Geschichtsbücher gelesen habe und mittlerweile Steuern zahle.

    Diese Diskussion ist inhaltlich schwach und wir haben 1000 wirkliche Probleme.

  • Ich, 40, fand Jonathan viel überzeugender. Dass Menschen mit steigendem Alter automatisch vernünftiger werden, halte ich für eine Illusion. Ich zweifle die Medienkompetenz von Älteren stark an. Offenbar halten viele ältere Wähler die Formfehler von Baerbock für viel maßgeblicher als die Klimaignoranz und Vetternwirtschaft von Laschet. Selbst Olaf 'Cum-Ex-Warburg' Scholz holt wieder auf. Die großen Medienhäuser berichten alles andere als neutral und ausgewogen, aber das fällt dem Seniorenwähler gar nicht auf. Es ergibt keinen Sinn, dass jemand Politik mitgestalten darf, der sie gar nicht mehr miterleben wird und in längst vergangenen Zeiten sozialisiert wurde, während diejenigen mit der größten verbleibenden Lebensdauer nicht ernst genommen werden. Weder alle Jugendlichen noch alle Erwachsenen interessieren sich für Politik. Deshalb ist ja auch die Rede vom Wahlrecht, nicht von der Wahlpflicht.
    Beste Grüße

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