Kindeswohl
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Jugendämter sind im vergangenen Jahr häufiger alarmiert worden, um mögliche Gefährdungen von Kindern in Familien zu überprüfen. Dabei ging es vor allem um Kinder unter sieben Jahren, so das Statistische Landesamt .

Mitarbeiter der hessischen Jugendämter wurden im vergangenen Jahr häufiger alarmiert, um eine Gefährdung von Kindern in der Familie zu überprüfen. In knapp 10.800 Fällen waren die Experten im Einsatz, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr. Die Hälfte der betroffenen Kinder sei unter sieben Jahren alt gewesen, erklärte die Behörde. Oft lebten die Kinder bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit einem neuen Partner.

In rund einem Drittel der Fälle sei das Kindeswohl teils oder auch stark gefährdet gewesen, teilte das Landesamt weiter mit. Die Vernachlässigung der Kinder sei der häufigste Grund dafür gewesen. Dazu kämen psychische und körperliche Misshandlungen. Bei einer akuten oder latenten Gefährdung des Kindeswohls erfolgten immer Maßnahmen des Jugendamtes, erklärte eine Sprecherin des Statistischen Landesamtes. Es könne dann sogar dazu kommen, dass das Kind aus der Familie genommen werde. Bei mehr als zwei Drittel der Betroffenen lag zwar keine Gefährdung vor, allerdings war größtenteils Hilfe notwendig - zum Beispiel bei der Erziehung.

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Sendung: hr-iNFO, 12.7.2018, 12:20 Uhr

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