Ukraine, Kiew: Ein Mann geht vor einem Gebäude, das durch den Einschlag einer russischen Rakete zerstört wurde. (dpa)

Am 24. Februar hat die russische Armee die Ukraine angegriffen. Seitdem herrscht Krieg im zweitgrößten Staat Europas. Viele Menschen sind geflohen, doch noch mehr sind im Land geblieben. Wie erleben sie das, was dort passiert? Wir sprechen regelmäßig mit Menschen, die vor Ort sind.

Unsere Gesprächspartner

  • Valentina Seluk ist Stadtführerin und Dolmetscherin in Odessa
  • Christoph Brumme ist ein deutscher Autor und Schriftsteller. Er lebt seit sechs Jahren in der Ukraine - in Poltava, einer Stadt rund 300 Kilometer entfernt von Kiew.
  • Oxana Matiychuk ist Leiterin der “Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft Czernowitz” und Germanistin und Literaturwissenschaftlerin an der Universität Czernowitz.
  • Andrej Pastuschenko ist gelernter Deutschlehrer und Verwalter auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe der von Russen besetzten Hafenstadt Cherson am Schwarzen Meer.
  • Lene Dej ist Korrespondentin der Abteilung für nationale Minderheiten des Ukrainischen Fernsehens. Sie lebt in Uschgorod an der ukrainisch-slowakischen Grenze.
  • Alexander Gross ist Synodepräsident der Deutsch Evangelisch Lutherischen Kirche der Ukraine. Er lebt im Süden der Ukraine, 35 Kilometer von der Millionenstadt Odessa am Schwarzen Meer entfernt.

Valentina Seluk

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"Das macht mich kaputt"

Valentina Seluk
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Christoph Brumme

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"In der Gefahr wächst auch der Lebensmut"

Christoph Brumme
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Weitere Interviews:

28. April 2022: "Man hofft das Beste und kämpft weiter"
In Poltava kehre so langsam wieder so etwas wie Alltag ein, sagt Christoph Brumme: "Wenn man nicht wüsste dass Krieg ist, könnte man hier durch die Stadt gehen und würde das gar nicht glauben." [mehr]

22. April: "Ständig ist Luftalarm
In Poltava wird derzeit nicht gekämpft, doch die Fronten seien nur ein bis zwei Autostunden entfernt, sagt Christoph Brumme. Und täglich treffe er Menschen, die direkt vom Krieg betroffen seien. [mehr]

1. April: "Es geht um die reine Existenz"
Trotz des Krieges ist der deutsche Schriftsteller Christoph Brumme in der Ukraine geblieben. Wir haben mit ihm über das Leben dort gesprochen. [mehr]

Oxana Matiychuk

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"Es werden immer Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente gebraucht"

Oxana Matiychuk
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Weitere Interviews:

9. Mai: "Man kann das auf Dauer kaum aushalten"
Czernowitz liegt in der einzigen Region in der Ukraine, die bislang noch nicht angegriffen wurde. Das sei fast unheimlich, sagt Oxana Matiychuk, die dort an der Uni lehrt. Der Angriff sei wohl nur noch eine Frage der Zeit, meint sie. [mehr]

2. Mai: "Es ist nichts mehr wie früher"
Der Krieg habe das Leben aller Menschen in der Ukraine verändert, sagt Oxana Matiychuk, Leiterin der Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft Czernowitz - egal, ob sie in umkämpften Gebieten leben oder nicht. [mehr]

25. April: Ostern im Krieg - "Die Stimmung war trotz allem feierlich"
Auch in Czernowitz wurde das orthodoxe Osterfest so gut gefeiert, wie das in Kriegszeiten eben möglich ist. Oxana Matiychuk berichtet, wie sie es erlebt hat. [mehr]

11. April: "Man verabschiedet sich von den Gefallenen"
Czernowitz ist eine von zwei Regionen in der Ukraine, die noch nicht von russischen Truppen angegriffen wurde. Dennoch kämpfen Männer von dort in anderen Teilen des Landes im Krieg, sagt Oxana Matiychuk. Fast täglich würden die Zurückgebliebenen von Gefallenen lesen. [mehr]

4. April: Musik und Studium unter Trümmern
Jeden Montag sprechen wir mit Oxana Matiychuk, der Leiterin der Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft im ukrainischen Czernowitz. Trotz aller Widrigkeiten versucht man dort, ein kulturelles und wissenschaftliches Angebot am Leben zu erhalten. [mehr]

Andrej Pastuschenko

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"Das Risiko ist da, dass wir das gar nicht ernten können"

Andrej Pastuschenko
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Weitere Interviews:

4. Mai: "Ich will auch in der jetzigen Situation weiter in der Ukraine leben"
Andrej Pastuschenko versucht aus Europa seine Heimat, die Ukraine, nach Kräften zu unterstützen. Aber nach Tagen der Anstrengung kann er für das orthodoxe Osterfest für ein paar Tage seine Familie besuchen, die in Deutschland untergekommen ist. [mehr]

12. April: "Wenn man Glück hat, landet man nur im Krankenhaus"
Andrej Pastuschenko ist derzeit in Bratislava in der Slowakei, um Pick-ups für die Ukraine zu besorgen. [mehr]

1. April: "Ich musste mich beim Kriegskommissar anmelden"
Andrej Pastuschenko verwaltet eigentlich einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Nähe der Hafenstadt Cherson am Schwarzen Meer. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, wie der Krieg sein Leben verändert hat. [mehr]

Lene Dej

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"Wir leben von den Vorräten, die wir haben"

Lene Dej
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Weitere Interviews:

21. April: "Die Menschen haben Sehnsucht nach ihrem Leben"
Lene Dej berichtet, warum Menschen nach dem Abzug der Truppen aus der Region Kiew dorthin zurückkehren, obwohl es Warnungen vor Minen gibt - und wie das orthodoxe Osterfest dieses Jahr aussehen wird. [mehr]

6. April: "Wir träumen alle davon, dass diese grausame Zeit zu einem Ende kommt
Mehr als einen Monat herrscht jetzt Krieg in ihrer Heimat. Was macht das mit den Menschen vor Ort? [mehr]

Alexander Gross

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"Das wird noch Monate und Monate dauern"

Alexander Gross
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5. Mai: "Wir haben ein paar gute Schritte Richtung Normalität gemacht"
Das Leben in der Nähe von Odessa ist weiterhin schwer. Aber es gibt auch positive Entwicklungen. [mehr]

4. April: "Menschen kämpfen für Brot"
Alexander Gross erzählt, wie schwer es ist, Lebensmittel zu kaufen. [mehr]